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Kritik zu „The Death Of Robin Hood“: Die Legende neu erzählt
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Kritik zu „The Death Of Robin Hood“: Die Legende neu erzählt

Kritik von Julian Bonsu Eine etwas andere Neuinterpretation: The Death of Robin Hood von Michael Sarnoski Fast seit der Geburt des Kinos ist Robin Hood eine Schlüsselfigur der Leinwand. Über die Jahre schlüpften schon Größen wie Errol Flynn, Sean Connery, Kevin Costner und Russell Crowe in die Rolle des gutherzigen Banditen und Bogenschützen. Mit dem diesjährigen Film, The Death of Robin Hood, hat Michael Sarnoski (A Quiet Place: Tag Eins) erneut einen Lebensabschnitt der berühmten Legende für die Leinwand adaptiert – dieses Mal mit Hugh Jackman als Held. Interessanterweise wird dieses berühmte Heldentum hier infrage gestellt, und Robin Hoods finales Kapitel wird mit einer ernsten, weitaus düsteren Wendung erzählt. Für diese Dekonstruktion der Ikone ließ sich Sarnoski von einer englis...
Kritik zu „Bitteres Fest“: Pedro Almodóvar zurück in Madrid
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Kritik zu „Bitteres Fest“: Pedro Almodóvar zurück in Madrid

Kritik von Julian Bonsu Zurück in Madrid: Bitteres Fest von Pedro Almodóvar Keine zwei Jahre nach seinem englischsprachigen Spielfilmdebüt, The Room Next Door, kehrt Pedro Almodóvar mit seinem neuen Film, Bitteres Fest (Amarga Navidad), in die Kinos zurück - dieses Mal wieder in seiner Muttersprache Spanisch. Für Fans von Almodóvars skurriler, gefühlvoller und bunter Welt ist Bitteres Fest wortwörtlich ein Fest für die Sinne. Endlich kann man für circa zwei Stunden wieder in das sinnliche Madrid seiner Filmwelt eintauchen, in kraftvollem Rot baden und in Alberto Iglesias wunderbar opulenter Filmmusik schwelgen. In der Tat sind diese Eigenschaften, zusammen mit der Darstellung von tiefem Drama in Kombination mit komischem Humor, schon seit Jahrzehnten zu Erkennungsmerkmalen eines Almod...
Kritik zu „Her Private Hell“: Kino als neonfarbener Erfahrungsraum
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Kritik zu „Her Private Hell“: Kino als neonfarbener Erfahrungsraum

Kritik von Marc Trappendreher – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Kino als neonfarbener Erfahrungsraum: Her Private Hell von Nicolas Winding Refn Nicolas Winding Refns neuer Film führt nach zwei Serienprojekten seine Kunst der radikalen Verweigerung konsequent fort. Mit Her Private Hell (Revenge Wears Leather) kehrt der dänische Regisseur nach Cannes (allerdings dieses Mal außerhalb des Wettbewerbs) zurück – und zugleich zu jener ästhetischen Radikalität, die sein Kino seit Drive zunehmend bestimmt. Bereits im Vorfeld wurde der Film als exzessive Fortschreibung seines Neon-Noirs gehandelt: ein Werk zwischen Albtraum, Modefantasie und Vaterkomplexen. Tatsächlich bestätigt Her Private Hell diese Erwartungen nur teilweise. Denn Refn liefert keinen Film, ...
Kritik zu „Fjord“: Jugendschutz als Kollision von Überzeugungen
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Kritik zu „Fjord“: Jugendschutz als Kollision von Überzeugungen

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Jugendschutz als Kollision ideologischer, religiöser und kultureller Überzeugungen: Fjord von Cristian Mungio Mit 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage gelang Cristian Mungiu 2007 ein großer Cannes-Hit, der auch die Goldene Palme für sich beanspruchen konnte. Nun ist er auf den diesjährigen Filmfestspielen wieder mit von der Partie. Sein neuer Film mit dem erst einmal unscheinbaren Titel Fjord lädt zum Nachdenken ein: Es geht um Erziehungsfragen, Moral und Kinderschutz, alles gerahmt im Setting einer norwegischen Kleinstadt. Die Gheorghius sind dabei multikulturell aufgestellt: Krankenpflegerin Lisbet (Renate Reinsve) ist Norwegerin, der christlich gläubige Luftfahrtingenieur Mihai (Sebastian Stan) ...
Kritik zu „Paper Tiger“: Was für eine Welt ist das?
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Kritik zu „Paper Tiger“: Was für eine Welt ist das?

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Was für eine Welt ist das? - Paper Tiger von James Gray Im Werk vom amerikanischen Regisseur James Gray scheint stets ein Motiv zu schlummern: Die menschliche Existenz,  gefangen in einem Raum aus Widerständen. Sei es in The Immigrant, Die versunkene Stadt Z oder Ad Astra, stets sind es Geschichten, in denen die Narrative immer wieder zum stocken kommen. Es mag daran liegen, dass die Figuren in jenen Werken große Ziele verfolgen und dementsprechend auch große Schritte in die entferntesten Winkel der Erde oder in die Tiefen des Universums bestreiten. Nun liefert Gray auf den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes sein neues Werk Paper Tiger ab und setzt dieses Motiv ins New York zur Zeit des...
Kritik zu „Species“: Der nächste Body-Horror-Hit aus Frankreich?
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Kritik zu „Species“: Der nächste Body-Horror-Hit aus Frankreich?

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Der nächste Body-Horror-Hit aus Frankreich: Species von Marion Le Corroller Wer kennt es nicht: Man geht zu einer Fastfood-Kette, bestellt einen Burger und bekommt plötzlich gesagt, das Produkt sei nicht mehr verfügbar – es gab ihn nur für einen kurzen Zeitraum. Oder noch schlimmer: Es gibt diesen Burger nur im Frühstücksmenü und er kann nach 12 Uhr nicht mehr verkauft werden. Seit 33 Jahren hat sich jene Prämisse, die sich der „Der Kunde ist König“-Mentalität entgegenstellt, nicht geändert. 33 Jahre deswegen, weil 1993 die bissige Satire Falling Down – Ein ganz normaler Tag in die Kinos kam und bis heute eine der ikonischsten Filmszenen in dieser Hinsicht bietet. Während Michael Douglas al...
Kritik zu „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“: Ein neuer Slasher-Klassiker?
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Kritik zu „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“: Ein neuer Slasher-Klassiker?

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Ein neuer Slasher-Klassiker: Teenage Sex and Death at Camp Miasma von Jane Schoenbrun Unter den US-amerikanischen Regisseuren des modernen Kinos gibt es zwei, die schon seit Jahren vereinzelt immer wieder durchscheinen. Programmatisch geht es in den Werken von David Robert Mitchell (It Follows, Under the Silver Lake) und Jane Schoenbrun (zuletzt I Saw the TV Glow) um etwas nicht ganz Greifbares in der menschlichen Kultur. Es ist, als würde sie irgendwie über uns stehen – gemeint ist symbolisch die gesamte globalisierte Welt, wird sie doch am meisten von amerikanischer Soft Power geprägt. Nicht etwa ein Produkt des Menschen ist sie, sondern eine eigene und pulsierende Entität, welche von eine...
„The Electric Kiss“: Kritik zum Cannes-Eröffnungsfilm
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„The Electric Kiss“: Kritik zum Cannes-Eröffnungsfilm

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Eine sehenswerte Reise in die Belle Époque: The Electric Kiss von Pierre Salvadori Eigentlich startet The Electric Kiss (La Vénus électrique) zu Beginn recht verworren. Der vom Tod seiner Frau traumatisierte Maler Antoine (Pio Marmaï) stößt auf dem Jahrmarkt voller aufregender Schausteller und Illusionisten auf die „Elektrifizierte Venus“ Suzanne (Anaïs Demoustier), die den Schaulustigen mit ihrer elektrisierenden Performance für ein paar Sekunden dem Atem raubt. Eine Verwechslung später findet sie sich als selbstinszeniertes Medium in dem großen Anwesen des Malers wider. Fortan soll sie eine Verbindung mit seiner verstorbenen Frau namens Irène (Vimala Pons) herstellen. Gleichermaßen gelangt...
Kritik zu „Project Hail Mary?“: Ryan Gosling ist wieder der Astronaut
Abenteuer, Aktuelle Filmnews, Filmkritiken, Im Kino, Science Fiction / Fantasy

Kritik zu „Project Hail Mary?“: Ryan Gosling ist wieder der Astronaut

Kritik von Michael Gasch Ryan Gosling zurück im All: Project Hail Mary von Phil Lord und Christopher Miller Es wäre vermutlich nicht übertrieben zu sagen, dass sich Der Astronaut - Project Hail Mary unter den am heißesten erwarteten Blockbustern dieses Jahres wiederfindet. Christopher Nolans Die Odyssee, Denis Villeneuves Dune 3, Steven Spielbergs Disclosure Day und eben auch dieser Science-Fiction-Film vereinen das Opulente gleich mehrfach: große Namen - in diesem Fall Ryan Gosling (an dem - nach Aufbruch zum Mond - erneut das Schicksal der Menschheit im All hängt) und Sandra Hüller als Protagonisten -, große Bilder, ein großes Budget von knapp 248 Millionen Dollar, große Marketingkampagnen, schlichtweg große Versprechen, einen Kinoabend mit Nachhall zu erleben. Als zweite Romanverfil...