Schlagwort: Benoit Magimel

Kritik: Fast Convoy – Tödlicher Transport (FR 2016)
Action, Filme, Französischer Film, Kritiken

Kritik: Fast Convoy – Tödlicher Transport (FR 2016)

Ich habe noch nie jemanden zurückgelassen! Fast Convoy – Tödlicher Transport zählt zu diesen Filmen, denen man nur zu gerne auf den Leim geht, und das aus einem einfachen Grund: Man möchte ihnen auf den Leim gehen. In diesem Fall liegt das vor allem daran, weil die Prämisse ein straightes Genre-Vergnügen verspricht, während auf dem Plakat der gestandene Benoit Magimel (Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse) elegant gegen einen flotten Flitzer gelehnt anscheinend jederzeit bereit scheint, das Schießeisen in seiner Linken einzusetzen. Kurz gesagt: Die Zeichen standen mal wieder auf Kolportage. Aber auf hochwertiger Kolportage. Umso ernüchternder das Ergebnis, mit dem Regisseur Frédéric Schoendoerffer (Switch – Ein mörderischer Tausch) um die Gunst die Zuschauers buhlt, zeu...
Kritiken

"Special Forces" (FR 2011) Kritik – Ein harter Überlebenskampf

"Über Ihr Schicksal bestimmten nicht Sie." Stephane Rybojad. Wer? Das dürfte sich wohl der Großteil der Filmliebhaber denken, denn sie mit diesem Namen konfrontiert werden. Verständlich, denn was hat Monsieur Rybojad in der Vergangenheit überhaupt geleistet? Gar nichts. Richtig. Im Jahr 2011 setzte er den ersten Schritt in die große und nicht selten harte Filmwelt. Mit 'Special Forces', bei dem er auch das Drehbuch schrieb, gelang dem Franzosen sogar auch ein ordentliches Debüt und sein inszenierter Überlebenskampf voller Action hätte durchaus viel schlechter ausfallen können. Etwas Neues bietet sein Film jedoch nicht und auch die Schwachpunkte sind unübersehbar. Die französische Journalistin Elsa Casanova gerät in die Hände der Taliban und wird als Geisel gehalten. Eine Spezialeinheit...
Kritiken

"Intimate Enemies" (FR 2007) Kurzkritik – Die französische Kriegshölle

Mit ruhigem Tempo und der richtigen Portionierung von Action und Brutalität erzählt "L'Ennemi intime" ein Stück französischer Kriegsgeschichte. Dabei wird auf Charakterentwicklung (genial Benoît Magimel), aber auch auf Authenzität, sehr viel Wert gelegt. Das Kamerateam rund um Regisseur Siri hat eine tolle Arbeit geleistet, denn die vielen düster schönen Landschaftsaufnahmen spiegeln perfekt die Kaltblütigkeit und Atmosphäre des Algerienkrieges wieder. Begleitet wird all das von Alexandre Desplats grandios dezentem Score. Zudem wird bravourös gezeigt, dass es im Krieg kein Gut und kein Böse gibt, denn mit der Zeit werden alle zu unkalkulierbaren Bestien. "L'Ennemi intime" wurde auch schon des öfteren mit "das französische Platoon" betitelt. Diesem Namen wird das Werk ohne Zweifel mehr al...
Kritik: Kleine wahre Lügen (FR 2010) – Der Ensemblefilm des Jahres
Filme, Französischer Film, Komödie, Kritiken

Kritik: Kleine wahre Lügen (FR 2010) – Der Ensemblefilm des Jahres

Mit 5,3 Millionen Kinobesuchern ist 'Les petits mouchoirs' nach 'Harry Potter und die Heiligtümer des Todes' 2010 der zweiterfolgreichste Film in den französischen Kinos gewesen. Dass Quantität nicht gleich Qualität verspricht, ist nichts Neues. 'Les Petits Mouchoirs' ist meiner Meinung nach jedoch eine der wenigen Ausnahmen, ein kleines Meisterwerk der Emotionen, des Humors und der Authentizität. Alles fängt scheinbar harmlos auf einer Party in Paris an. Ein Mann tanzt, vergnügt sich und fährt schließlich zu Tagesanbruch nach Hause. Ehe er sich versieht, kommt sein Schicksalsschlag. Was diesem Ereignis folgt, ist eine wunderschön erzählt Geschichte über Lebensentscheidungen, Lügen, Freundschaft, Urlaub, kurz gesagt das Leben. Eine solche Geschichte lebensnah zu erzählen, ist nicht einf...