Schlagwort: David Cronenberg

Kritik: Crash (CA/FR/GB 1996) – David Cronenbergs apokalyptisches Meisterwerk jetzt in 4K
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Kritik: Crash (CA/FR/GB 1996) – David Cronenbergs apokalyptisches Meisterwerk jetzt in 4K

Beschreibe es mir! James Ballard ist Filmproduzent und treibt es mit einer Kameraassistentin. Seine Frau macht es mit ihrem Fluglehrer. Das Sexualleben der beiden ist am Nullpunkt angekommen. Monotonie und Kälte haben sich in die Beziehung eingeschlichen. Erst als James einen Autounfall hat, kommen neue Gefühle in ihm auf. Die Überlebende des anderen Autos Dr. Remington spürt dasselbe. Beide kommen in die Kreise von Vaughan, einem Besessenen, der den Crash als neue Form der Sexualität proklamiert. Als David Cronenbergs Crash 1996 in Cannes uraufgeführt wurde, verließen Scharen von Leuten den Kinosaal und beschimpften den Film als langweilige Pornografie. Viele andere dagegen sahen in dem Film ein Meisterwerk. Die Jury bezog zu dieser Kontroverse Stellung, indem sie an den Regisseur...
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Kritik: Maps to the Stars (CA, US 2014)

Autor: Conrad Mildner "Niemand tritt zufällig in unser Leben. Wir rufen ihn vielmehr." Scheinbar minütlich werden neue Sterne geboren. Klatschmagazine, Promizeitschriften und Boulevardsendungen sind bevölkert von allerhand „Stars“. Sie laufen förmlich über. Deswegen ist es auch wichtig stetig zu erneuern. Newcomer kommen, andere stürzen ab, werden ausgesiebt, für tot erklärt, nur um dann an bei ihrem wirklichen Tod eine frenetische Überhöhung zu erfahren. Dabei gibt es gar keine Stars mehr. Aus den Halbgöttern sind Avatare, Marken und Images geworden. Wer himmelt denn noch Menschen auf der Leinwand an? Wer himmelt überhaupt noch die Leinwand an? Digitale Bilder auf weißen Laken kann man doch auch zuhause haben. Der Trailer zur Adaption des Buchbestsellers „Fifty Shades of Grey“ erlangt ...
Kritiken

Lieblingsregisseure N°6 "David Cronenberg" – Humanist, Analytiker und Schmierfink

Autor: Pascal Reis Während Listen jeder Couleur einen Eindruck der Ordnung suggerieren, ist die Kategorisierung zwischen Gut und Schlecht auch nur ein Resultat des Verlangens nach autarker Kontrolle und Direktion. Geht es dabei aber um persönliche Bereiche, ist es nicht nur das Bedürfnis die alleinige Oberhand zu gewinnen und etwas zu bestimmen, sondern auch ein Ausdruck der tiefen, unverfälschten, rein subjektiven Gefühlsebene. Genau so intim und bedeutungsvoll ist es da auch, seine favorisierten Lieblingskünstler chronologisch in Reih und Glied zu klassifizieren, auch wenn es manchmal so scheint, dass man gar nicht genau verstehen und innerhalb dieses selektierten Kreises differenzieren kann, warum sich Person XY so unumstößlich in das eigene Herz geschlichen hat, während es sich bei ...
News

David Cronenberg wird 70! Wir gratulieren!

Autor: Conrad Mildner Er ist einer der ganz wenigen Filmemacher, der von allen CinemaForever-Autoren verehrt wird. Dabei bot sich Cronenbergs Werk nie als gemeinsamer Nenner, gar als möglicher Konsens an. Seine Filme provozierten und tun es immer noch. Sie sind so bildhaft wie das Kino nur sein kann und so klug, wie es Genrefilme auf den ersten Blick gar nicht vermuten lassen. Heute wird David Cronenberg 70 Jahre alt. Eine stolze Zahl und dennoch scheint der kanadische Regisseur nicht altersmilde zu werden. Filmische Ausrutscher der letzten Jahre wie "Eine dunkle Begierde" konnte er mit seinem aktuellen Film "Cosmopolis" mühelos vergessen machen. Egal wie alt Cronenberg noch wird, er wird uns weiterhin überraschen und herausfordern. Alles Gute Mr. Body-Horror!!! Wie es sich für eine Fa...
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Kritik: The Dead Zone (USA/CA 1983)

"Sie sind der Teufel." Johnny Smith überlebt nur knapp einen Autounfall und fällt für fünf Jahre ins Koma. Als er wieder erwacht hat sich alles verändert. Seine Freundin hat einen anderen geheiratet. Er ist seinen Job los und ihn plagen fürchterliche Kopfschmerzen. Als er die Hand einer Krankenschwester berührt, sieht er ihre Tochter in einem brennenden Haus festsitzen. Das Mädchen kann gerettet werden. Johnny hat nun die Gabe des „zweiten Gesichts“ oder ist es doch ein Fluch? Körper und Geist sind untrennbar. Wenn man Cronenbergs Filme auf einen Satz herunterbrechen müsste, würde man wahrscheinlich zu dieser Aussage kommen. Ob nun der Geist das Fleisch manipuliert („The Brood“) oder das Fleisch den Geist („The Fly“), das ist egal, auch in „The Dead Zone“ stehen sie in einem Verhältnis...
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Die 10 besten Regisseure aller Zeiten – Conrad-Mildner stellt seine Lieblinge vor

So, nachdem im April Souli und dexter-morgan ihre Filmemacher des Herzens gelistet haben, will ich es ihnen gleich tun. Viele der bereits genannten Filmemacher finde ich natürlich auch super und ich werde mich ein wenig bemühen neue Namen ins Spiel zu bringen, soweit es mein Herz zulässt, versteht sich. 10. Hans-Christian Schmid Schmid ist mein liebster deutscher Gegenwartsfilmer und das obwohl er den von mir sehr verhassten "Crazy" gedreht hat. Seine sonstige Filmografie ist dagegen bemerkenswert und lässt sich schwerlich in so neue feullitonistische Begriffe wie "Berliner Schule" usw. einordnen. Lieblingsfilm: Requiem 9. Christopher Nolan Abseits des Hypes sollte man sich mal ruhig auf die Couch setzen und Nolans Filme genauer betrachten, die seit seinem Debüt "Following" einen ...
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Kritik: eXistenZ (CA/GB 1999)

"Es macht noch mehr Spaß, wenn es sich echter als echt anfühlt." In der Zukunft sind die Designer interaktiver Spiele an der Macht. Spieler messen sich in einer VR-Welt, die von der realen Welt kaum noch zu unterscheiden ist. Eine Game-Community trifft sich in einer abgelegenen Kirche, um das neueste Spiel von Designerin Allegra Geller (Jennifer Jason Leigh) zu testen. Doch dann versucht jemand die berühmte Spieledesignerin zu töten. Sie flieht zusammen mit dem unerfahrenen Marketingpraktikanten Ted Pikul (Jude Law). Man sollte schon mal ein Videospiel gespielt haben, um den Detailreichtum in „eXistenZ“ überhaupt überblicken zu können. Cronenbergs langjährige Production Designerin Carol Spier hatte sichtlich Spaß an diesem Film und schuf bizarre Welten, Level und Räume. Jude Laws Figur...
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Kritik: Cosmopolis (CA/FR 2012)

"Was bedeutet es dir Geld auszugeben?" Eric Packer (Robert Pattinson) ist achtundzwanzig und Milliardär. Heute will er zum Frisör, doch der Präsident ist in der Stadt und die Fahrt mit seiner Stretchlimo verläuft schleppend. Während seines Trips durch New York verspekuliert er Unsummen an Geld und seine ganze Existenz gerät gehörig ins Wanken. Um Cronenbergs Bezug zur Literatur zu verstehen, muss man schon sehr weit zurück gehen. Bereits sein Vater war Schriftsteller und Verleger und auch Cronenberg wollte schreiben. Während seines Studiums schrieb er zahlreiche Sci-Fi-Geschichten, die aber schwerlich einen Verleger fanden, dann packte ihn das Kino. Dennoch verfolgen uns seine literarischen Vorbilder bis hierher. So wagte es Cronenberg William S. Burroughs Kultbuch „Naked Lunch“ für di...
Kritik: A History Of Violence (USA 2005)
Drama, Filme, Kritiken, Thriller

Kritik: A History Of Violence (USA 2005)

What am I supposed to call you now? - You're supposed to call me Dad. That's what I am, your Dad. Mitten in der Nacht erwacht Sarah aufgrund eines Albtraums. Ihr Vater Tom (Viggo Mortensen) beruhigt sie sanft mit den Worten "There is no such things as monsters." Wenige Tage später wird Tom in seinem Café von seltsamen Fremden aufgesucht, die ihn als Joey wiedererkennen. Tom weiss damit nichts anzufangen und versucht die Männer abzuwimmeln. Diese jedoch bleiben solange hartnäckig, bis alles in einer blutigen Auseinandersetzung gipfelt. David Cronenberg nahm sich hier recht spät, aber nicht weniger effektiv wie beispielsweise Sam Mendes in "American Beauty", der Destruktion der amerikanischen Idylle an. Basierend auf der Comic-Vorlage "A History of Violence" von John Wagner und Vinc...
Kritiken

Erstes deutsches Poster zu David Cronenbergs "Cosmopolis"

Endlich gibt es das erste deutsche Poster zu David Cronenbergs ("Die Fliege") neuem Film "Cosmopolis", in dem unter anderem Robert Pattinson, Samantha Morton und Paul Giamatti mitspielen werden. Cronenberg, der mit seinem letzten Film "Eine dunkle Begierde" weder Kritiker noch Publikum richtig begeistern, scheint sich mit "Cosmopolis" wieder auf alte Stärken zu besinnen. "Cosmopolis" startet am 5. Juli 2012 in den deutschen Kinos. Hier das erste deutsche Poster: Und hier noch einmal der OV-Trailer mit deutschen Untertiteln: