Schlagwort: Gérard Depardieu

Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger (USA 2012)

All of life is an act of letting go but what hurts the most is not taking a moment to say goodbye. Seit der äußerst gewaltsamen und erfolgreichen Einführung des digitalen, speziell, des 3D-Kinos, warten Publikum wie Feuilleton auf einen Film, der den ästhetischen Möglichkeiten einer dritten Dimension gerecht wird. Die Technik ist zwar uralt, doch erst seit der Digitalisierung ohne Ungereimtheiten möglich. Dennoch birgt die Filmgeschichte bereits zahllose 3D-Filme, deren qualitative Spitzen aber leider sehr rar gesät sind. Selbst Altmeister Alfred Hitchcock distanzierte sich später von seinem einzigen 3D-Film „Bei Anruf Mord“. Selbst angesehene, zeitgenössische Filmemacher wollen nicht so recht auf Tuchfühlung mit der Extra-Dimension gehen. Für viele ist es bloß ein Gimmick. Für andere i...
Kritiken

"Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät" (FR, ES, IT, HU 2012) Kritik – Rule Britannia! Britannia rule the waves!

"Hurra, wir fahren nach Britannien! Da gibt es ganz frische Römer." Asterix, der kleine schlaue Gallier mit dem Fläschchen voll Zaubertrank erfreut seit 1959 Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Ideenväter des schnauzbärtigen Römerschrecks sind Autor René Goscinny (1926–1977) und Zeichner Albert Uderzo. Doch Asterix und sein dicker Freund Obelix durften sich nicht nur auf dem Papier durch Römerhorden prügeln: Insgesamt acht Mal haben es die beiden tollkühnen Gallier in animierter Form auf die Kinoleinwände geschafft. Zumeist konnten die Leinwandausflüge sogar dem Geist ihrer Vorlage gerecht werden und erfreuen sich sogar bei eingeschworenen Asterix-Fanboys größter Beliebtheit. Als 1999 Claude Zidi („Brust oder Keule“) mit „Asterix & Obelix gegen Caesar“ den ersten Asterix-Realfilm in di...
Kritiken

"36 – Tödliche Rivalen" (FR 2004) Kritik – Ein zwiespältiges Duell

"Wer gibt dir das Recht mich so zu behandeln, Leo? Außer diesem Beruf hab ich nichts, verstehst du?" Olivier Marchal ist auch nach seinem Debütfilm 'Gangsters' aus dem Jahr 2002 eine kleine und unbekannte Nummer geblieben. Zwei Jahre später war das mit seinem zweiten Film '36 - Tödliche Rivalen' schon ganz anders. Sein Krimi mit französischer Topbesetzung wurde von allen Seiten gefeiert und auch der Titel „europäischer Heat“ wurde dem Film nicht nur einmal aufgelegt. Die Erwartungen waren dementsprechend hoch, die Enttäuschung im Nachhinein allerdings auch. '36 - Tödliche Rivalen' ist mit Sicherheit kein schlechter Krimi, allerdings ist der Film in seiner Qualität so weit entfernt von 'Heat', wie Marchal von der inszenatorischen Klasse eines Jean-Pierre Melville. Fahndungschef Leo Vrin...
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"Das Labyrinth der Wörter" (FR 2010) Kritik – Die Kraft der Worte

"Wenn man so jung, so früh, so sehr geliebt wird, dann ist das nicht gut. Man nimmt schlechte Gewohnheiten an. Man hält Ausschau, man hofft, man wartet. Mit der Mutterliebe macht dir das Leben in der frühsten Kindheit ein Versprechen, das es niemals erfüllt." Immer wieder gibt es sie, jedes Jahr aufs Neue. Diese kleinen, unentdeckten Filmperlen, die in den Regalen von Videotheken und Läden versinken und darauf warten, sich endlich entfalten zu dürfen und zu zeigen, was in ihnen steckt. Einer dieser leider viel zu unbekannten Filme ist die wundervolle, französische Tragikomödie 'Das Labyrinth der Wörter' von Jean Becker aus dem Jahr 2010. 'Das Labyrinth der Wörter' besticht durch seine ruhige und feinfühlige Art und lebt immer mehr von seiner unglaublich warmen und umarmenden Atmosphäre...