Schlagwort: Grusel

Kritik: Fürst der Dämonen (CZ/RU 2014)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Fürst der Dämonen (CZ/RU 2014)

Kreide ist die beste Verteidigung die wir haben. Zieh einen Kreis um dich herum und kein Teufel kann dir etwas anhaben!“ „Der Wij“ von Nikolai Wassiljewitsch Gogol zählt zweifelsohne zu den renommiertesten Erzählungen der russischen Literatur. Nicht unverständlich ist es daher, dass diese Geschichte auch schon zwei Mal in die weite Welt der Kinematographie transferiert wurde: Sowohl im Jahre 1967, als auch zuletzt Anfang der 1990er Jahre. Wenngleich „Der Wij“ in Russland einen ähnlichen Bekanntheitsgrad genießt, wie in Deutschland etwa „Rotkäppchen“ oder auch „Die sieben Geißlein“, ist das mythologische Abenteuer um den ukrainischen Philosophiestundenten Choma Brut und seiner jähen Begegnung mit einem gar grässlichen Sukkubus in den deutschen Landen noch weitestgehend unbekannt. Das...
Kritik: Out of the Dark (CO/ES/US 2014)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Out of the Dark (CO/ES/US 2014)

„Ich weiß, was ich gesehen habe!“ Den in Barcelona geborenen Regisseur Lluis Quilez sollte man in der Zukunft tatsächlich einmal genauer ins Auge fassen. Und das, obwohl sein erster Spielfilm „Out of the Dark“ nicht einmal sonderlich gelungen ist. Aber wie es oftmals nun mal so ist, gewinnen Filme ihren Reiz nicht aus der ästhetischen Formvollendung, sondern weisen in ihrem Scheitern ansprechende Facetten auf, mit denen man sich viel eher auseinandersetzen möchte: Es lockt das Unfertige, Ungenaue, Unentwickelte. „Out of the Dark“ bildet dort keine Ausnahme, paradoxerweise ist das Endergebnis ein Horror-Film von der Stange, der sich etwas zu sehr daran aufhält, die Syntax des Genres in Ehren zu halten, ihr sklavisch Schritt für Schritt nachzueifern, anstatt die Courage herauszunehmen...
Kritiken

"Annabelle" (USA 2014) Kritik – Puppenterror aus der Retorte

Autor: Pascal Reis „May God have mercy on your soul!“ Dass James Wan das kontemporäre Horrorkino für sich in Anspruch genommen hat, würde man zu gerne als Schnellschussgerücht herunterbrechen, doch es ist genau die Person des in Malaysia geborenen und in Australien aufgewachsenen Filmemachers, die in den letzten Jahren die kommerziellen Erfolge in diesem doch reichlich abgebrannten Genre einfahren durfte. Nachdem sein spottbillig produzierter Indie-Streifen „Saw“ 2004 auf reichlich Gegenliebe gestoßen ist und ein unsägliches Franchise auf den Plan rief, folgte im Jahre 2010 „Insidious“. Angelehnt an den altmodischen Grusel, wie man ihn in den ehrenvollen 1970er Jahren noch in qualitativer Verlässlichkeit um die Ohren geschlagen bekommen hat, bewies Wan mit „Insidious“ vor allem, dass in ...
Kritiken

"ParaNorman" (USA 2012) Kritik – George A. Romero würde Beifall klatschen

Autor: Sebastian Groß "It would've been a quiet night too, if it hadn't been for those meddling kids!" Animationsfilme sind wahres Kassengold, zumindest wenn sie den Erwartungen des Publikums entsprechen, und das heißt in den meisten Fällen, dass sie süße wie nette Figuren zeigen, lustig sind und für Jung und Alt geeignet sind. Ein Rezept, welches so auch auf Trickfilme angewandt werden kann, doch genau wie beim Trickfilm gibt es auch bei den Werken aus den Hochleistungsrechnern der Studios immer wieder Vertreter, die die an ihnen gestellte Erwartungen nicht erfüllen können oder es gar nicht wollen. Freak steht auf seinem Spind, am liebsten schaut er Horrorfilme und von Gesellschaft hält Norman nicht viel, dabei ist der elfjährige selten wirklich alleine, denn Norman hat die Gabe die ...
Filme, Kritiken

"Silent Hill 2: Revelation 3D" (FR/US 2012) Kritik – Die Rückkehr in die Hölle

"You were trapped in a place called Silent Hill." Ganze fünf Jahre musste der französische Filmemacher Christophe Gans („Pakt der Wölfe“) dafür kämpfen, um endlich die heißersehnten Rechte für die Verfilmung seines persönlichen Lieblingsspieles „Silent Hill“ von der mächtigen Verlegerfirma Konami zu ergattern. Ein Herzensprojekt für den vielseitigen Regisseur, der die Verantwortlichen letzten Endes dadurch breitschlagen konnte, indem er ihnen offenbarte, welchen Stellenwert „Silent Hill“ in seinem Leben eingenommen hat. Das filmische Ergebnis wurde von den Kritikern dann allerdings mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Die einen fühlten sich in der erschaffenen Hölle gelangweilt, die anderen bemängelten die Veränderungen zur Vorlage und wieder andere verurteilten die flache Charakterzeic...
Kritiken

"The Ward" (USA 2010) Kritik – Vom Regen in die Traufe

"Was ist das erste, woran du dich erinnerst?" – "Feuer…" „Halloween – Die Nacht des Grauens“, „The Fog – Der Nebel des Grauens“, „Die Klapperschlange“ und „Das Ding aus einer anderen Welt“. Das sind vier mehr als wichtige Klassiker, die ihren unzerstörbaren Status in der Filmwelt wohl bis in alle Ewigkeit genießen dürfen und das Horror wie Science-Fiction-Genre maßgeblich beeinflussten. Hinter diesen Werken versteckt sich ein Name: John Carpenter. Einst ein Meister mehrerer Fächer, ein Visionär, ein Könner, mit einem inszenatorischen Verständnis, welches den Zuschauer unhaltbar in die Geschichten aufsaugen konnte und wohlig gefangen nahm. Aber es gibt auch die berüchtigten Schattenseiten im Schaffen eines beliebten und angesehenen Filmemachers, die sich in manchen Fällen nur über einen ...
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"Abraham Lincoln: Vampirjäger" (USA 2012) Kritik – Wenn der Präsident zur Silberaxt greift

"History remembers the battle, but forgets the blood." Viele Präsidenten haben schon den großen Weg in die Kinos geschafft, dabei gab es jedoch immer zwei klare Unterschiede zwischen den Darstellungen des mächtigsten Menschen der Welt. Zum einen sind es die historisch korrekten Geschichtsstunden, die sich einem bestimmten Präsidenten annahmen und das Leben für den Zuschauer offenlegte, um sich nicht nur mit der politischen Person zu beschäftigten, sondern auch mit dem Menschen, der sich hinter der Politik versteckt. Da wären zum Beispiel "Frost/Nixon", "Nixon", oder auch "W – Ein missverstandenes Leben". Auf der anderen Seite stehen die fiktiven Präsidenten, die in Blockbustern richtige Großtaten leisten und zu pathetischen Helden stilisiert werden. Man denke nur an "Independence Day", ...
Kritik: Lottergeist Beetlejuice (USA 1988)
Horror, Komödie, Kritiken

Kritik: Lottergeist Beetlejuice (USA 1988)

Ich habe unzählige Dämonen in mir, überzeugt euch wenn es sein muss! Hört man heute den Namen Tim Burton, dann muss man unweigerlich direkt an seinen Kumpanen und Arbeitskollegen Johnny Depp denken, die sich zusammen von Projekt zu Projekt hangeln und die Herzen der Fans mit ihren liebevollen Filmen beglücken, wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie es in den 90er Jahren gang und gäbe war. Da hätten wir großartige Sachen wie "Edward mit den Scherenhänden", "Ed Wood" und "Sleepy Hollow", die allesamt zu den besten Werken in Burtons als auch Depps Schaffen gehören. Auch im neuen Jahrtausend wusste das Duo in Filmen wie "Charlie und die Schokoladenfabrik" oder "Sweeney Todd" vollends zu überzeugen, doch mit den beiden letzten Zusammenarbeiten "Alice im Wunderland" und "Dark Shadows" spaltet...
Kritiken

"Brothers Grimm" (USA/CZ 2005) Kritik – Heath Ledger und Matt Damon in der Planlosigkeit

"Deine Mutter war eine Kuh ohne Zitzen!" Unzählige Eltern, Großeltern und mittelmäßig bezahlte Babysitter dürfen den Gebrüder Grimm wohl in alle Ewigkeiten dankbar sein, denn ohne ihre Geschichten, wären die Kleinen wohl zur Schlafenszeit nicht immer mit den herrlichen Geschichten in das Reich der Träume abgedriftet und langsam eingeschlummert. Mit Märchen wie Rapunzel, Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Dornröschen, Rumpelstilzchen, Schneewittchen und Rotkäppchen, haben sie die bekanntesten Kindermärchen aller Zeiten geschrieben, die sich auch heute noch in den verschiedensten Romanen und Filmen neuinterpretiert wiederfinden lassen. Äußerst interessant war die Ankündigung, dass Terry Gilliam 2005 seine ganz eigene Interpretation über die Gebrüder in die Kinos bringen will. Interessant,...
Kritik: Sleepy Hollow (USA 1999) – Die Legende vom kopflosen Reiter
Filme, Horror, Kritiken, Regisseure, Science Fiction / Fantasy, Tim Burton

Kritik: Sleepy Hollow (USA 1999) – Die Legende vom kopflosen Reiter

Du kommst gerade rechtzeitig um den Kopf zu verlieren. Robert de Niro/Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese, Alain Delon und Jean Pierre Melville oder Werner Herzog und Klaus Kinski. Das alles sind Traumgespanne aus der großen weiten Filmwelt. Mit Sicherheit könnte man noch viele weitere aufzählen, doch das würde den Rahmen deutlich sprengen. Hier geht es aber um ein ganz anderes Duo, das aber sicher nicht minder besonders ist. Die Rede ist von Johnny Depp und Paradiesvogel Tim Burton und wir begeben uns direkt zurück ins Jahr 1999. Nachdem Depp und Burton schon mit 'Ed Wood' und 'Edward mit den Scherenhänden' zwei großartige Filme ablieferten, kam es im besagten Jahr zu dritten Zusammenarbeit. Mit dem Grusel-Märchen 'Sleepy Hollow' bewies Burton wieder sein Können und inszenierte e...