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Kritik zu „After the Hunt“: Julia Roberts zwischen zwei Fronten
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Kritik zu „After the Hunt“: Julia Roberts zwischen zwei Fronten

Kritik von Michael Gasch, erstmals zu lesen am 29. August 2025 - gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Julia Roberts in Venedig: After the Hunt von Luca Guadagnino Luca Guadagnino, Regisseur von Call Me by Your Name, Challengers - Rivalen und zuletzt Queer, ist zurück. Sein neuestes Werk After the Hunt, das auf den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig Premiere feierte, knüpft an sein programmatisches Schaffen an. Erneut geht es um die Guadagnino-schen Leitmotive der Anziehung und des Begehrens, jedoch aus einem ganz neuen Blickwinkel. Die malerische, sommerliche und in jedem Fall sinnliche Inszenierung legt er dabei größtenteils ab. Sperrige Bilder, dissonante Musik und eine eher kalte Ästhetik prägen sein Werk, in dem eine hochspannende und zeitgemäße Substanz...
Filmkritiken

"Im August in Osage County" (USA 2013) Kritik – Wenn Familie nur noch Scherben bedeutet

Autor: Pascal Reis "Eat the fish, bitch!" Wenn man zu lesen bekommt, dass ein Film auf einem Theaterstück von Tracy Letts basiert, dann darf man sich relativ sicher sein, dass darin nicht gerade zimperlich zu Werke geschritten, besitzt die US-Amerikanerin doch eine (sozial-)kritische Durchschlagskraft, die an die pointierten Sittengemälde der Yasmina Reza („Der Gott des Gemetzels) erinnern. Die 2011 veröffentliche White-Trash-Abrechnung „Killer Joe“ von Altmeister William Friedkin („Der Exorzist“) stellte dies mit einem unnachahmlichen Zynismus unter Beweis, in dem Matthew McConaughey („Mud – Kein Ausweg“) dem Trailerpark-Gesocks (darunter Emile Hirsch, Thomas Haden Church und Gina Gershon) den eigenen Fraß bis tief in den Rachen schob – Ein Meisterwerk der jüngeren Filmgeschichte, das...
Filmkritiken

"Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" (USA 2012) – Ein Märchen von eifersüchtigen Königinnen und raubenden Zwergen

"It's not a wrinkle... it's a crinkle." 2005 drehte der „Fear and Loathing in Las Vegas“-Regisseur Terry Gilliam einen sehr speziellen Film über die Gebrüder Grimm. Diese waren in seiner Version weniger Sprachwissenschaftler als abgebrühte Trickbetrüger, die es alsbald mit vielen Figuren der grimmschen Märchenwelt aufnehmen mussten. Zugunsten des Unterhaltungswertes scherte sich Gilliam wenig um die literarischen Vorlagen und kreierte einen unterhaltsamen Märchen-Actioner. Dieses Konzept findet inzwischen reichlich Nachahmer, und so erwarten uns in nächster Zeit einige actionlastige Märchen-Neuerzählungen, die mit ihren Vorlagen kaum noch etwas gemein haben. Neben einer Hexenjagd mit Hänsel und Gretel in „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“, die 2013 schwer bewaffnet die Wälder auf der Suche...