Schlagwort: Juno Temple

Kritik zu „Roofman“: Channing Tatum als Hochstapler
Drama, DVD & Bluray, Filmkritiken, Komödie

Kritik zu „Roofman“: Channing Tatum als Hochstapler

Kritik von Michael Gasch – erstmals zu lesen am 20. November 2025. Channing Tatum als Der Hochstapler: Roofman von Derek Cianfrance Das Filmgenre des Caper Movies (auch Heist Movie) blickt auf eine große Geschichte zurück. Klassiker sind dabei Jules Dassins Rififi (1955), Stanley Kubricks The Killing (1956), Jules Dassins Topkapi (1963), bis hin zu wegweisenden Klassikern der 70er Jahre wie Vier im roten Kreis von Jean Pierre Melville, Der Clou von George Roy Hill sowie Hundstage von Sidney Lumet. Im Zentrum steht dabei immer ein komplizierter Einbruch, ein Raub oder eine anderweitig gewiefte Betrügerei, gefolgt von unterschiedlichen narrativen Verläufen. Diverse Motive sind dabei auszumachen – sei es die Flucht vor dem Gesetz (Kriminologie), der Anfang eines neuen Lebe...
Kritik zu „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“: Never-ending Mindfucks
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Kritik zu „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“: Never-ending Mindfucks

Kritik von Michael Gasch Social Media Parodie à la Verbinski: Good Luck, Have Fun, Don't Die Das Werk Gore Verbinskis könnte nicht diverser ausfallen. Vom Fantasy-Abenteuer-Blockbuster (Fluch der Karibik) über existenzialistische Dramen (The Weather Man) bis hin zum Western (The Lone Ranger) und dem Horrorfilm (The Ring, A Cure for Wellness) finden sich die unterschiedlichsten Genres und Motive. Nun ist er mit Good Luck, Have Fun, Don't Die im Science-Fiction-Comedy-Genre angekommen. Ein Mann (Sam Rockwell) verkündet dabei in einem Diner in Los Angeles: Er ist aus der Zukunft und auf der Suche nach einer Gruppe von Menschen, um die Welt zu retten. Was sich im ersten Moment nach dem nächsten Terminator-Verschnitt anhört, entpuppt sich als Film mit doppeltem und dreifachem Boden über uns...
Filmkritiken

"Horns" (CA/US 2013) Kritik – Wenn das Gute nicht hilft, muss eben das Böse herhalten

Autor: Pascal Reis „I'm gonna love you for the rest of my life.“ - „Just love me for the rest of mine.“ Dass sich hinter dem Pseudonym 'Joe Hill' der Sohnemann von Literaturikone Stephen King verbirgt, lässt sich auf dem Papier vielleicht noch verheimlichen, sieht man sich dem Mann jedoch ins Gesicht, ist die physiognomische Ähnlichkeit zu seinem renommierten Vater doch frappierend. Selbstredend verdient sich Joe Hill den Mammon ebenfalls als Schriftsteller und dass er Romane zwar toll einführen, aber nicht adäquat zum Ende bringen kann, soll er passenderweise von seinem Erzeuger geerbt haben. Stephen King ist natürlich auch in der Filmwelt seit vier Dekaden kein unbeschriebenes Blatt mehr und geschätzte Regisseure wie Brian De Palma („Carrie – Des Satans jüngste Tochter“), Stanley Kubri...
Filmkritiken

"Magic, Magic" (USA 2013) Kritik – Roman Polanski hat einen Erben gefunden

Autor: Pascal Reis "Please don't shoot." Chile, das Land am „Ende der Welt, wo der Teufel seinen Poncho verlor“, so ein Sprichwort, ist gerade aufgrund seiner klimatischen Kontradiktion für Globe-Trotter interessant: Dort gibt es nämlich nicht nur die Anmut des pazifischen Ozeans zu bestaunen, sondern auch die schneebedeckten Gipfel der Anden, grüne Seenregionen und spröde Wüsten – Für Naturdokumentationen also ein echtes Schlaraffenland. Filmisch aber konnte uns der letzte Ausflug in das südamerikanische Land im Januar mit „Aftershock“ nicht gerade in Verzückung setzen. Eli Roth, der dort als Hauptdarsteller, Co-Autor und Produzent in Personalunion fungierte, präsentierte einen blutig-zynischen Genre-Film, dem so ziemlich alles missraten ist, was einem solchen Projekt nur missraten kann...