Schlagwort: Russell Crowe

Kritiken

"Noah" (USA 2014) Kritik – Aronofsky macht die Bibel zum Blockbuster

Autor: Stefan Geisler "A great flood is coming! We build a vessel to survive the fall! We build an Ark." Bibel-Verfilmungen sind in den USA schon immer ein heikles Thema gewesen. Als Regisseur muss man sehr achtsam mit den heiligen Worten zu Werke gehen, Textänderungen und künstlerische Freiheit werden nicht gern gesehen und sollte man sich nicht akribisch genug an die Vorlage halten, kann einem schon einmal ein Shitstorm biblischen Ausmaßes heimsuchen. Als 2012 bekannt wurde, dass „Black Swan“-Regisseur Darren Aronofsky plane, die Geschichte des Archenbauers Noah auf die Leinwand zu bringen, war die Skepsis allerorts groß. Würde sich der ambitionierte Regisseur strikt an die Vorlage halten und eine Neuinterpretation des angestaubten Stoffes wagen und damit riskieren, an den amerikanisch...
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"Man of Steel" (USA 2013) Kritik – Superman: Freund oder Feind?

Autor: Stefan Geisler "You're a monster, Zod, and I'm going to stop you!" DC-Entertainment steckt in der Krise. Schon seit geraumer Zeit versucht die Comic-Filmschmiede sich ihren Teil vom Comic-Kuchen zu sichern und legt doch immer wieder schmerzliche Bruchlandungen hin. Denn abgesehen vom dunklen Ritter, der unter der Regie von Christopher Nolan einen ungeahnten Höhenflug erlebte, ernteten viele DC-Comic-Adaptionen der letzten Jahre nur Hohn und Spott von Seiten der Filmkritiker. Auch die Einspielergebnisse ließen zu wünschen übrig. Filme wie „Catwoman“, „Jonah Hex“ und sogar das DC-Großprojekt „Green Lantern“ floppten gnadenlos an den Kinokassen und konnten teilweise nicht einmal ihre Produktionskosten einspielen. Um nicht vollends den Anschluss an den Konkurrenten Marvel zu verlieren...
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"Broken City" (USA 2013) Kritik – Mark Wahlberg und Russell Crowe im Kampf der Egomanen

Autor: Pascal Reis "There are some wars you fight and some wars you walk away from, this is the fighting kind." Geschwister auf dem Regiestuhl gibt es in Hollywood ja zu genüge: Joel und Ethan Coen („No Country for Old Men“), Andy und Lana Wachowski („Matrix“) und Bobby und Peter Farrelly („Verrückt nach Mary“). Zugegeben, der anhaltenden Qualität der sagenumwobenen Coen-Brothers kann kein Geschwister-Pärchen in der heutigen Zeit das Wasser reichen, es ist aber auch der Fall, dass man sich die Gebrüder aus Minnesota gar nicht mehr als individuelles Unikat vorstellen kann, denn dafür sind ihre Rollen als Künstler in der Branche bereits untrennbar legiert. Ein ganz anderes Doppel hat die Nabelschnur der Zusammenarbeit im Jahre 2013 jedoch durchtrennt und den Versuch gewagt, sich einmal ges...
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"American Gangster" (USA 2007) Kritik – Die Ballade vom Aufstieg und vom Fall

"Der lauteste in einem Raum, ist auch immer der Schwächste." Wenn man auf Ridley Scotts Karriere zurückblickt, dann sieht man vor allem eines: hochwertige Filme. Von 'Alien' über 'Blade Runner' bis zum Oscar-Erfolg 'Gladiator'. Natürlich hat Scott auch gelegentlich mal etwas daneben getreten, aber trotzdem zählt er zu den ganz großen der Branche. Diesmal gehen wir zurück in das Jahr 2007 und widmen uns dem Cop/Gangster-Epos 'American Gangster'. Scott liefert wieder einmal einen grandiosen Genre-Beitrag ab, der leider dann doch nicht ganz das Zeug zum richtigen Meisterwerk hat. An erster Stelle beeindruckt 'American Gangster' durch seine wirklich perfekte Ausstattung und die grandiosen Kulissen. Das New York der 70er Jahre, insbesondere Harlem, wurde exzellent wiederbelebt und von Harri...
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"Gladiator" (USA 2000) Kritik – Starke Epik, schwache Story

"Einem Mann wird nur die Bürde auferlegt, die er auch tragen kann." Das war jetzt also "Gladiator", den ich vor einigen Jahren noch sehr geschätzt habe. Leider ist Ridley Scotts allgemein gefeiertes Sandalen-Epos trotz seiner pompösen Inszenierung ein teils sehr zähes Unterfangen, denn sobald "Gladiator" die Themen Politik, Verrat und Familiendrama anspricht, verliert er sich überwiegend in platter Symbolik. Zum Ausgleich der ganzen inhaltlichen Schwächen bekommen wir zum Glück zwei herausragende Protagonisten geboten. Russel Crowe, dessen Mimik nicht emotionaler sein könnte und Joaquin Phoenix zwischen Wahnsinn und dem Verlangen nach Liebe. Dazu ein Bombast-Score von Hans Zimmer, der für mich bis heute zu seinen Besten zählt und eine überragende Bebilderung und Technik. Das Kolosseum ...
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"L.A. Confidential" (1997) Kritik

"Come to Los Angeles! The sun shines bright, the beaches are wide and inviting, and the orange groves stretch as far as the eye can see. There are jobs aplenty, and land is cheap. Every working man can have his own house, and inside every house, a happy, all-American family. You can have all this, and who knows... you could even be discovered, become a movie star... or at least see one. Life is good in Los Angeles... it's paradise on Earth. Ha ha ha ha. That's what they tell you, anyway." Lügen, Korruption und Polizeigewalt. Schon seit Ewigkeiten ein ebenso heikles, wie auch von der Academy ungern gesehenes Thema. 'L.A. Confidential' ist nicht der erste Vertreter, der sich mit dieser Thematik auseinandersetzte. Bereits Filme wie Sidneys Lumets 'Serpico' (Al Pacino), Brian De Palmas 'The...