Schlagwort: Scarlett Johansson

Kritik: Black Widow (USA 2021)
Action, Im Kino, Kritiken

Kritik: Black Widow (USA 2021)

Eine Gastkritik von Jan Benz I've lived a lot of lives... But I'm done running from my past. Ursprünglich sah der Plan von MCU-Mastermind Kevin Feige vor, mit Black Widow in die vierte Phase des Franchise zu starten. Doch dann kam Corona und wirbelte die Pläne von Marvel ordentlich durcheinander. Statt im April 2020 erscheint Black Widow nun erst über ein Jahr später in den deutschen Kinos und parallel dazu auf Disney+, was für für einigen Ärger bei Kinobetreibern und zu Boykotten führte. Dadurch ist die vierte Phase bereits mit den ersten MCU-Serien um WandaVision und The Falcon and the Winter Soldier gestartet und Scarlett Johanssons Schwarze Witwe musste sich hinten anstellen. Das ist jedoch überhaupt kein Problem, denn das Timing der Pandemie dürfte für Marvel gar nicht so schl...
Kritik: Lost in Translation (USA 2003) – Coppolas Meisterwerk jetzt im limitierten Mediabook
Drama, DVD & Bluray, Kritiken

Kritik: Lost in Translation (USA 2003) – Coppolas Meisterwerk jetzt im limitierten Mediabook

Je mehr man über sich selbst und über das, was man will, weiß, desto weniger lässt man an sich ran. Inzwischen sollte allen anspruchsvollen Kinogängern vollkommen bewusst sein, dass es nie wirklich die angepriesenen High-Budget-Produktionen sind, die wirklich für alle Ewigkeit im Gedächtnis bleiben, denn dafür liefern diese Filme einfach zu wenig Bleibendes und von positiven Nährstoffen kann auch nur selten die Rede sein. Wenn wir ehrlich sind, dann beeindrucken uns die kleinen, unscheinbaren Werke immer deutlich mehr, weil sie es in beeindruckender Art und Weise geschafft haben, mit wenigen Mitteln etwas ganz Großes auf die Beine zu stellen. Und hier kommen wir dann auch auf den Namen Sofia Coppola zurück, die Tochter von Regie-Legende Francis Ford Coppola, dem wir für alle Ewigkeit da...
Kritik: Isle of Dogs (USA 2018)
Animation, Filme, Kritiken

Kritik: Isle of Dogs (USA 2018)

We're a pack of scary indestructible alpha dogs. Vielleicht liegt bereits im Titel von Wes Andersons neuem Film schon der erste augenzwinkernde Scherz verborgen. Ausgesprochen klingt Isle of Dogs - Ataris Reise sicherlich nicht zufällig genauso wie I love dogs, was die massive Abwesenheit von Katzen erklären könnte. Die werden in Andersons zweitem Stop-Motion-Animationsfilm nach seinem beglückenden Meisterwerk Der fantastische Mr. Fox von 2009 zu großen Teilen mit sträflichem Desinteresse behandelt, während die Vierbeiner, die gerne als der beste Freund des Menschen bezeichnet werden, im Fokus der Geschichte stehen. Für Isle of Dogs - Ataris Reise entwirft der amerikanische Regisseur, der sich über den Verlauf seiner Karriere eine unverwechselbare, eigenständige Handschrift erarbeit...
Kritik: Avengers: Infinity War (USA 2018)
Filme, Heimkino, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Avengers: Infinity War (USA 2018)

Death follows him like a shadow. Innerhalb des Begrifflichskeit- und Deutungsschemata des Marvel Cinematic Universe hat man sich über einen Zeitraum von über zehn Jahren in eine Dimension hinaufgeschwungen, in der greifbare Wortfügungen in keinerlei Hinsicht zum Greifen kommen können: Die produktionstechnische Größe, die einst Iron Man sehenswert losgetreten hat und nun von Avengers: Infinity War für das Erste auf ihren multimillionenschweren Höhepunkt gebracht wird, artikuliert sich nur noch in einem Radius, dem man selbst durch überbordende Formulierungen wie ‚gigantisch‘ oder ‚ultimativ‘ kaum gerecht werden kann. Die akkuraten Superlative, die die Superhelden-Formation um Thor, Captain America, Spiderman und Co. umspannen, müssen erst noch erfunden werden. Aber was bedeutet dieses üb...
Kritik: The Jungle Book (USA 2016)
Filme, Heimkino, Kritiken, Slider

Kritik: The Jungle Book (USA 2016)

You change your hunting ground for a few years, and everyone forgets how the Law works. Well, let me remind you. A man-cub becomes a man, and man is forbidden! Wenn Bär Balu Probiers mal mit Gemütlichkeit in Disneys Zeichentrick-Klassiker von 1967 anstimmt, gibt es kein Halten mehr. Kaum ein Song ist so im kollektiven Gedächtnis für Entspannung und Wohlfühlen eingebrannt, nicht umsonst ist Das Dschungelbuch nach wie vor der erfolgreichste Film (nach Besucherzahlen) der je in Deutschland im Kino lief. Satte 49 Jahre später hat es sich nun Regisseur und Schauspieler Jon Favreau (Iron Man) zur Aufgabe gemacht eine Neuauflage des weltweit bekannten Filmes, ebenfalls unter der Schirmherrschaft von Disney, in die Kinos zu bringen. Mit fantastischen Animationen, abgesehen vom jungen Mogi (...
Kritik: Hail, Caesar! (USA 2016)
Coen Brüder, Filme, Komödie, Kritiken, Regisseure

Kritik: Hail, Caesar! (USA 2016)

Squint! Squint against the grandeur! Die Berlinale scheint mir eine seltsame Art Hassliebe für den Glanz und Glamour Hollywoods zu haben. So will das Programm jährlich unbekannte und unterschätzte Filmemacher aus dem internationalen Raum hervorheben und feiern – was sehr lobenswert ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmfestspielen, will die Berlinale diese Filme zudem primär „dem Volk“ zeigen (an Karten kommt jeder, der genügend Zeit und Geduld hat), obwohl es natürlich auch jede Menge Insider-Events für die Branche gibt. Alles in allem werden die Veranstaltungen jedoch recht bodenständig, ohne viel Theater, über Berlin verteilt, gehalten. Die Kehrseite davon ist jedes Mal unausweichlich, dass man zum Ausgleich, um mit anderen Festivals mithalten zu können, den Roten Teppich für e...
Kritiken

"Kiss the Cook – So schmeckt das Leben" (USA 2014) Kritik – Gaumenorgasmus und die pure Lust am Leben

Autor: Pascal Reis „I'm like a cat playing a piano.“ Wie das manchmal eben so ist, verläuft nicht jeder verheißungsvolle Pfad im Leben eines Menschen permanent in Richtung überschwänglicher Vitalität, auf dem man sich wie auf einem drogeninduzierten Höhenflug an der eigenen Existenz erquicken kann. Manche Träume platzen, weil man winzige Stecknadeln übersehen hat, und wenn es im Privaten schon einige Scherbenhaufen zu beklagen gegeben hat, wartet auch schon der nächste Rückschlag im beruflichen Zweig nicht selten. Carl Casper (Jon Favreau) ist zwar Chef de cuisine im renommierten „Gauloise“, einem gallischen Restaurant im kalifornischen Brentwood, doch die künstlerische Sackgasse scheint unausweichlich: Seit Jahren wurde auf der Speisekarte keine Änderung mehr unternommen, beharrt sein...
Kritiken

"The Avengers 2: Age of Ultron" (USA 2015) Kritik – Elf Filme und kein bisschen leise

Autor: Jan Görner "I know you're good people. I know you mean well. But you just didn't think it through. There is only one path to peace... your extermination." Beseelt von den besten Absichten aktiviert Tony Stark (Robert Downey Jr.) ein außeriridisches Roboterprogramm, das als Friedensstifter die Avengers überflüssig machen soll. Das Resultat ist der kybernetische Übergegner Ultron (James Spader), der seine Mission als Vernichtung der Heldentruppe missversteht. Unterstützt von den mächtigen Mutantenzwillingen Quicksilver und Scarlet Witch, die ein erbitterter Hass gegen Stark mit Ultron vereint, macht dieser Jagd auf die Avengers, die diesmal jede Unterstützung gebrauchen können, die sie kriegen. "The Avengers 2" wirft den Zuschauer dabei ohne viel Federlesen gleich in die Action. E...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Lucy (FR, US 2014)

Autor: Conrad Mildner "Ich bin zu Dingen fähig, die ich niemals zuvor getan habe." Die junge Lucy (Scarlett Johansson) gerät nach einer durchzechten Nacht in Taipeh in die Hände der Drogenmafia und soll eine neuartige Droge in ihrem Magen ins Ausland schmuggeln. Als Lucy von einem Mafiosi in den Bauch getreten wird, reißt der Plastikbeutel und die blaue, kristalline Droge breitet sich ungehindert in ihrem Inneren aus. Die Überdosis ist für sie allerdings nicht tödlich, sondern sprengt die bekannte (und wissenschaftlich falsche) 10%-Barriere ihres Gehirns. Lucy fühlt, denkt und erkennt auf einmal viel mehr als die Menschen um sie herum. Dass der Mensch nur zehn Prozent seines Gehirns benutzt ist ein weit verbreiteter urbaner Mythos. Glauben, sollte man ihn dennoch nicht, auch wenn der Ge...
Kritiken

"Captain America 2: The Return of the First Avenger" (USA 2014) Kritik – Comic-Action ohne Titelhelden?

Autor: Jan Görner "You said you got out for a reason." "Dude, Captain America needs me. No better reason to get back in." Armer Captain America. Mit einem Budget von geschätzten 200 Millionen Dollar und einem weltweiten Einspiel von nur rund 350 Millionen stieß der erste Kinoausflug des rot-weiß-blauen Superhelden "Captain America: The First Avenger" (2011) besonders außerhalb der USA auf wenig Gegenliebe. Fraglich ist, ob es überhaupt zu einer Fortsetzung gekommen wäre, wenn "Cap" sich nicht unerlässlich für das Marvel Cinematic Universe (MCU) gemacht hätte. Vielleicht war das Problem, dass Joe Johnstons ("Jurassic Park 3") träge inszeniertes Auftragswerk mit einem schwachen Drehbuch, mangelnder Chemie zwischen den Charakteren und einer unausgewogenen Struktur zu kämpfen hatte. Anderers...