"Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele" (USA 2012) – Kritik von ‚Die Filmanalyse‘

An dieser Stelle möchte ich euch heute kurz meinen aktuellen Lieblingskritiker Wolfgang M. Schmitt Jun. von „Die Filmanalyse“ vorstellen, der ganz nach seinem Motto „Kino anders gedacht“ bei seinen Analysen neue Blickwinkel aufzeigt und unglaublich Tief in die Materie einsteigt, mag der Film noch so oberflächlich erscheinen.

Erst heute hat er wieder auf seinem Youtube-Kanal eine Kritik hochgeladen und zwar zu „die Tribute von Panem“. Sein Fazit: „…, so dass man sagen muss, dass selbst DSDS besser produziert ist.“ Das trifft den Nagel auf den Kopf, grandiose Analyse, mal wieder.

5 Comments

  • Ich muss mich dem Grundtenor anschließen:
    Gute Bücher, lieblose Umsetzung (besonders, wenn man das Budget von rund 100 Millionen US$ bedenkt)des Films.
    Kann gucken, muss man aber nicht…

    🙁

  • @dexter-morgan: hahaha, Wolfgang Schmitt Junior schlägt wieder zu… Vielleicht werde ich früher oder später doch noch mögen… Bei seiner Analyse zu Panem amüsiere ich mich jedenfalls köstlich… 🙂

  • Vielleicht ist er ein wenig zu analytisch. Von mir aus gesehen ein Film für den man einfach Gefühle zulassen muss. Ich habe ihn gesehen bevor ich die Bücher gelesen habe. Ein Film kann einem nicht die volle Breite an Gedanken geben die hinter der Idee stecken, aber dazu anregen selbst weiter zu denken. Wenn man will. Übertreibungen waren schon immer ein Instrument von Theater und Film. Es ist jedem frei gestellt es zu sehen wie er will. Doch das ist es auch, wenn nichts kitschig und bunt oder schlimm öde und trostlos erscheint. Der Kinozuschauer wird sich niemals mit dem Kapitol identifizieren wollen und das wird ihm auch niemand aufs Auge drücken können.
    Der Vergleich mit der Castingshow kann ich im Gegensatz zum Verlgeich mit einem Gladiatoren-Kampf nicht nachvollziehen. Vielleicht wenn er sich auf ein Dschungelcamp bezogen hätte oder Big Brother, aber nein er bezieht sich DSDS welches wohl insgesamt einige Parallelen hat, Schlussendlich aber auf einem anderen Streben basiert. Nicht schlussendlich vergleicht er Fiktion mit Realität. Was abstrakt ist.
    Weiter vergisst er Rue, Foxface und Tresh, welche wohl niemand im Kino hat sterben wollen sehen. Er setzt ein Auge auf Kameraführung, wo ich als Kinozuschauer lieber das klare Bild habe als ein klare Differenzierung. Ich will den Film sehen und mit überwältigen lassen, nicht überlegen ob jetzt die Kamera anders hätte geführt werden sollen, weil da ja gar kein Baum war, in dem eine Kamera hätte stecken können.
    Er vergisst sogar, dass die Kameraführung (im einzigen Moment, da sie den Blick von Katniss zeigt) die Halluzinationen darstellen sollte und nicht der Blick eines schuldig gewordenen unschuldigen Opfers.
    Er beschreibt eine Liebesgeschichte die es gar nicht gibt, was jeder Kinozuschauer mit ein bisschen Grips sehr schnell begreift. Er beschreibt uns als kaltherzige Menschen die Zuschauen und keine Gefühle dabei haben. Dabei sollte er mit seinem analytischen Blick doch vielleicht besser für sich selbst reden. Denn all meine Haare stellten sich auf, als Katniss für ihre Schwester eintrat, mir kam das Grauen wenn ich Effie ansah und ich bekam sie doch wieder gern, je länger der Film dauerte. Mir lief eine Träne über die Wange als Rue starb und auch wenn ich wusste, dass sie sterben wird, so wollte ich es doch nicht. Abgesehen davon, dass die Geschichte hier nicht zu Ende ist und einige der aufgegriffenen Gedanken noch nicht zu Ende gebracht sind.
    Das Einzige, in was ich übereinkomme, ist die völlig falsch gesetzte Altersfreigabe von 12 Jahren. Nicht wegen dem Blut, sondern wegen dem Gedanken, dass jemand einen TV-Event betreibt um 24 Kinder sich gegenseitig abschlachten zu lassen.

    Was mich an der Kritik am meisten stört ist die Ermangelung an Worten, für Dinge die effektiv gut gelungen sind. Der richtige und gezielte Einsatz von Musik und die Kunst mit wenigen Effekten dem Zuschauer dennoch den Atem zu rauben.
    Ich gebe zu die Hunde am Schluss waren lieblos – sehr schade für den Rest des Filmes.

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