Schlagwort: Adam Wingard

TIFF-Kritik: Blair Witch (US 2016)
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TIFF-Kritik: Blair Witch (US 2016)

"In October of 1994 three student filmmakers disappeared in the woods near Burkittsville, Maryland while shooting a documentary..." Im Vorfeld der Weltpremiere von Blair Witch durfte bereits eine enge Auswahl an Kritikern den neuen Film von Adam Wingard, der sich zuletzt mit You're Next und The Guest bei Genre-Fans einen Namen gemacht hat, vorab sichten. Hierbei überraschte es wenig, dass die ausgewählten Kritiker Blair Witch mit Sätzen wie "A new beginning for horror movies." oder "One of the scariest movies of all time." priesen. Dies sorgte bei mir allerdings eher für Skepsis als für hohe Erwartungen. Tatsächlich ist es nun so, dass Blair Witch mehr unoriginelles Remake als innovativer Horrorfilm ist. Adam Wingard setzt mit seiner Neuinterpretation von Blair Witch Project (1999)...
Erster Teaser-Trailer zu Adam Wingards The Woods
Trailer

Erster Teaser-Trailer zu Adam Wingards The Woods

Spätestens seit seinem Retro-Reißer The Guest ist Adam Wingard ganz oben auf der Shortlist der heißesten Filmemacher_innen gewandert, ebenso sein Langzeit-Drehbuchautor Simon Barrett. Beide haben wieder zusammen gearbeitet. Herausgekommen ist der geradezu klassisch anmutende Horrorfilm The Woods, dessen ersten Teaser der Regisseur selbst mit folgendem Tweet ankündigte: This is my first full on "shit your pants" horror film. https://t.co/uWB3jA6RJk — Adam Wingard (@AdamWingard) 10. Mai 2016 Trotz guter Meriten wie You're Next und eben The Guest, enttäuscht das offensichtlich gewählte Found-Footage-Szenario ein wenig. Ansonsten hat der Teaser ein atmosphärisches Slow-Cover von Every Breath You Take zu bieten. Hoffentlich wird es nicht der letzte Atem des Duos Barrett-Wingard sein....
Kritik: The Guest (USA 2014)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: The Guest (USA 2014)

Cold as ice, this face I see. Eisblaue Augen, Haare aus Beton und ein Körper wie ein Unterwäschemodel: Wer würde solch einen Adonis nicht in die eigenen vier Wände lassen? Regisseur Adam Wingard und Drehbuchautor Simon Barrett verdrehen kurzerhand die Vorzeichen ihres letzten Genrestreichs „You're Next“ und holen den „War on Terror“ zurück auf amerikanischen Boden, speziell ins Leben einer „typisch“ weißen Mittelklassefamilie. Dafür reichen Wingard und seinem Kameramann Robby Baumgartner auch nur ein paar Bilder, um den Film in Gang zu kriegen. Die Mutter verabschiedet Mann und Kinder, leicht abwesend. Einen Schwenk über alte Familienfotos später und wir verstehen die glasigen Augen von Mrs. Peterson (Sheila Kelley). Ihr Sohn Caleb ist im Nahen Osten gefallen und ohne es zu ahnen be...
Kritiken

„V/H/S 2“ (USA, CA, ID) Kritik – Die Videokassetten des Grauens sind zurück

Autor: Stefan Geisler "Ganz schön schräg" Der Schrecken aus dem Kassettenrekorder schlägt wieder zu: Bereits 2011 konnten für den Omnibus-Horrorfilm „V/H/S“ namhafte Regisseure gewonnen werden. Neben Adam Wingard („You're Next“) und Glenn McQuaid („I Sell the Dead“) durfte mit Ti West auch die heißeste Genre-Neuentdeckung der letzten Jahre eine Episode inszenieren. Obwohl „V/H/S“ bei den Kritikern nur bedingt punkten konnte, mauserte sich der Film in den Videotheken schon bald zum Horror-Geheimtipp. Am Grundkonzept hat sich auch im zweiten Teil nicht viel geändert, denn wieder wurden namhafte Horror-Regisseure verpflichtet, die den Zuschauer in kurzen Found-Footage-Episoden so richtig das Gruseln lehren sollen. Neben „The Raid“-Regisseur Gareth Evans dürfen diesmal auch Gregg Hale, Eduar...
Kritiken

"You’re Next" (USA 2011) Kritik – Im Nirgendwo schwingen die Irren wieder ihre Äxte

Autor: Pascal Reis "Sie beobachten uns seit Tagen." Masken jeder Art von Gestaltung und Manifestation sind seit jeher ein fester Bestandteil der generalisierten Filmhistorik. Dabei sind es nicht einmal nur die obligatorischen Kostümfilme, in denen ein rigoroser Ball mit seinem überwältigenden Maskenmeer als unvergesslicher Höhepunkt auf den Zuschauer wartet und diesen in im von blaublütiger Dekadenz getränkten Tanzsaal langsam an sich reißt und mit anmutiger Leichtigkeit verschlingt. Auch aus menschlicher Sicht spielen derartige Verkleidungen eine brisante Rolle für das eigene Seelenkorsett. Das Stichwort dabei ist die 'Identitätssuche', die es einem Menschen ermöglicht, das eigene Sein hinter einer losen Hülle zu verbergen, so seine Sehnsüchte gegebenenfalls konkret zu intensivieren un...