Schlagwort: Patrick Wilson

Filmkritiken zu „Kill Your Friends“, „Ich und Kaminski“ und  „Zipper“
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Filmkritiken zu „Kill Your Friends“, „Ich und Kaminski“ und „Zipper“

Kill Your Friends (GB 2015) von Owen Harris, u.a. mit Nicholas Hoult, Ed Skrein und Rosanna Arquette Feinde muss man vor sich hertreiben. Nach diesem Credo bestreitet Steven Stelfox seinen Alltag als A&R-Manager in einer renommierten Londoner Plattenschmiede. Wir befinden Mitten in den 1990er Jahren, die britische Musikindustrie hat gerade zum ersten Mal eine Milliarde eingenommen und an Downloads ist noch lange nicht zu denken. Das Geschäft boomt. Blöd nur, dass Steven Stelfox in Wahrheit Bands hasst, was ihn nicht daran hindert, den Markt in seiner ganzen destruktiven Selbstgerechtigkeit zu torpedieren – streng auf den eigenen Vorteil bedacht. „Kill Your Friends“ versteht sich als bissige Satire auf den Tonträgermarkt und fräst Schächte durch die Eingeweide dieser Branche, um kla...
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"Conjuring – Die Heimsuchung" (USA 2013) Kritik – Die Rückkehr des klassischen Gruselkinos

Autor: Stefan Geisler "Look what she made me do." Knarzende Dielen, klappernde Fenster und unerklärliche Laute aus dem Keller: Das klassische Gruselkino ist wieder auf die große Leinwand zurückgekehrt. Endlich definiert sich Horror nicht mehr alleine durch die Menge an Kunstblut, die während magenverdrehender Schnetzelorgien vergossen werden. Regisseure wie Ti West („The Innkeepers“) oder Lucky McKee („The Woman“) sind die neuen Hoffnungsträger des Genres und bringen mit ihrem fast schon altmodischen Grusel einen frischen Wind in das blutrünstigste aller Film-Genres. Denn diese Regisseure erinnern uns daran, dass es keinen größeren Horror geben kann, als der, der sich in unserem Kopf abspielt. Zu den neuen Größen des Horrorkinos gehört auch James Wan. Dieser sorgte bereits 2004 mit der F...
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"Young Adult" (USA 2011) Kritik – Charlize Theron muss endlich erwachsen werden

"Männer wie ich wurden geboren um Frauen wie dich zu lieben." Jason Reitman mauserte sich zu einem Filmemacher, der es verstand, seine Charaktere zu entfalten und auf sympathische und lebensnahe Art und Weise dem Zuschauer näher zu bringen. Ohne jegliche Effekthascherei, überschlagenen Übertreibungen oder sonstigen ungünstigen Beilagen legte er den gesamten Wert auf seine Figuren und blühte auf zu einem der begehrtesten Indie-Regisseure der heutigen Zeit. Alles begann 2000 mit der zynischen Komödie 'Thank You for Smoking', ging über zur gefeierter und ausgezeichneten Komödie 'Juno' und der tollen Tragikomödie 'Up in the Air' mit George Clooney aus dem Jahr 2009. Der Mann hat was auf dem Kasten, auch als Drehbuchautor. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen und die Vorfreude, als Rei...
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"Little Children" (USA 2006) Kritik – Todd Field zerstört die Vorstadtidylle

"Bitte sei ein braver Junge." Todd Field machte 2001 mit seinem Debütfilm 'In the Bedroom' direkt auf sich Aufmerksam und kämpfte um verschiedenste Filmpreise, darunter auch der Oscar, mit. Ein Indieregisseur, von dem man, das war nach seinem Erstling klar, in der Zukunft noch so manchen meisterhaften Streich erwarten durfte. 2006 kehrte Fields zurück in die Kinos, im Gepäck hatte er den Film 'Little Children'. Wie immer ist es für einen eher unbekannten Regisseur mit „schwieriger“ Themenauswahl nicht leicht beim Publikum richtig anzukommen und wenn er sich dann auch noch einem Thema annimmt, in dem er die amerikanische Vorstadtidylle auseinandernimmt, wachsen die Probleme mit dem Erfolg natürlich auch nochmal. Bedauerlicherweise. Wie Sam Mendes 1999 in 'American Beauty' schon das eigen...
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"Insidious" (USA 2010) Kritik – Nichts Neues aus dem Hause Wan

"Nicht das Haus ist von Geistern besessen, sondern ihr Sohn." Nach den Folterorgien wie 'Saw' und 'Hostel' überschwemmt ein neues Übel unsere geliebte Filmlandschaft: die Poltergeister. Mit der 'Paranormal Activity'-Reihe und co werden die Zuschauer wieder angelockt und die Kinosäle gefüllt. Im Jahr 2010 hat es dann auch 'Insidious' in die Kinos geschafft und Regisseur Wan, auch für den ersten Teil von 'Saw' verantwortlich, will neue Grusel-Maßstäbe setze, entlockt mir jedoch nur ein müdes Kopfschütteln und lautes gähnen. 'Insidious' spielt zu 90% in finsteren Zimmer und dunklen Fluren. Das allein kann natürlich keine stimmige Grusel-Atmosphäre erzeugen. Der Film ist halt einfach nur dunkel. Mit Handkamera bewaffnet ruckelt sich der Film von Anfang bis Ende über den Bildschirm Das soll...