Schlagwort: Philippe Paturel

Die 50 besten Filme aller Zeiten – Philippe stellt seine Lieblinge vor
Listen, Specials

Die 50 besten Filme aller Zeiten – Philippe stellt seine Lieblinge vor

10 Jahre gibt es jetzt schon CinemaForever und über 3.200 gesehene Filme standen bei mir für diese Liste zur Auswahl. Nicht einfach also bei so vielen aussergewöhnlichen cineastischen Erlebnissen, welche ich bisher hatte, eine Top 50 Liste zu erstellen. Erst recht nicht bei all den Genres, Nationen, Regisseuren und Themen, welche uns die unterschiedlichsten Meisterwerke geschenkt haben. Daher stellt diese Liste für mich auch immer nur einen Eindruck davon dar, was mich aktuell nach wie vor am meisten bewegt und beinhaltet somit auch hauptsächlich Filme, welche ich, ob aus Unterhaltungs-, thematischen  oder anderen Gründen, immer wieder sehen kann. Wer gerne noch mehr meiner persönlichen Meisterwerke entdecken möchte, dem empfehle ich ein wenig durch meine Bewertungen auf Letterboxd zu stöb...
Die besten französischen Filme des 20. Jahrhunderts (1895 – 1999)
Listen, Slider, Specials

Die besten französischen Filme des 20. Jahrhunderts (1895 – 1999)

Seit der Erfindung des Kinematographen durch die Gebrüder Louis und Auguste Lumière und dessen Erstvorführung im Jahr 1895 (zehn Kurzfilme am Stück, darunter Arbeiter verlassen die Lumière-Werke) hat das französische Kino fast schon endlos viele (heutzutage selbst als Cineast kaum noch alles nachzuholen) Filme mit sich gebracht. Aufgrund der zahlreichen allein herausragenden Filmerlebnisse, die in den seitdem 125 Jahren ihren Weg in die Lichtspielhäuser dieser Welt gefunden haben, hatte ich euch bereits vor einiger Zeit meine Top 30 der besten französischen Filme seit 2000 vorgestellt. Jetzt folgt endlich auch meine Top 50 der besten französischen Filme des 20. Jahrhunderts (genau genommen von 1895 bis 1999). Viel Spass beim Entdecken. Und immer daran denken: Alles ist subjektiv. So auch...
Horror, Panik, Terror – Die besten Horrorfilme
Listen, Slider, Specials

Horror, Panik, Terror – Die besten Horrorfilme

Ein echter Horrorfilm lebt von seiner Atmosphäre, von leisen Andeutungen, die sich in den Gedanken der Zuschauer dann Stück für Stück ausbreiten dürfen und dadurch für Angst und Schrecken sorgen, denn, und das weiß jeder gute Drehbuchautor wie Regisseur, nichts ist furchterregender als die Kraft der individuellen Phantasie. Horror definiert sich nicht durch seinen Blutzoll oder seine erdrückende Effekthascherei, echter Horror kommt schleichend durch die Hintertür, anstatt mit der kreischenden Kettensäge durch die Vordertür zu rauschen - auch wenn diese ebenfalls gehörig für Gänsehaut sorgen kann. Wer sich also schon mal gefragt hat, welche Genre-Prunkstücke sich in den Köpfen der CinemaForever-Autoren eingebrannt haben und auch noch heutzutage mit spitzen Fingernägeln an der Zimmertür kr...
Kritik: The House of the Devil (USA 2009) – Von der suggestiven Kraft der bedrohlichen Ungewissheit
Horror, Kritiken

Kritik: The House of the Devil (USA 2009) – Von der suggestiven Kraft der bedrohlichen Ungewissheit

Am meisten fürchten wir uns vor den Gefahren, die wir glauben zu spüren, aber nicht sehen können. Deshalb empfinden wir Unbehagen in der Dunkelheit und horchen erschreckt auf, wenn das große unbekannte Haus plötzlich Geräusche von sich zu geben scheint. Ti Wests anachronistischer Genre-Beitrag ist in erster Linie eine nostalgische Erinnerung an das ehrenwerte Terrorkino der 1980er-Jahre. Mit voyeuristischer Lusthaftigkeit und dokumentarischen Grobkorn-Einstellungen zelebriert er seine leichtfüßig inszenierte Exposition, deren hitchcockesker Spannungsbogen genau an den richtigen Stellen mit beidseitigen Ausbrüchen ausgestattet ist. Sein The House of the Devil ist die ehrende Verneigung vor den Tugenden des amerikanischen Horrorfilms und dessen Schöpfern. Virtuos werden Genre-Sujets modul...
Kritik: The Favourite – Intrigen und Irrsinn (US/GB 2018)
Drama, Filme, Im Kino, Komödie, Kritiken, Regisseure, Slider, Yorgos Lanthimos

Kritik: The Favourite – Intrigen und Irrsinn (US/GB 2018)

Sometimes a lady likes to have some fun. Als mittlerweile großer Fan des Griechen Yorgos Lanthimos, dem 2009 mit der Satire Dogtooth der internationale Durchbruch gelang (inklusive einer Oscar-Nominierung für den besten fremdsprachigen Film), waren meine Erwartungen an sein neustes Regieprojekt fast unerreichbar hoch. Doch Yorgos Lanthimos liefert nach The Lobster – Eine unkonventionelle Liebesgeschichte (2015) und The Killing of A Sacred Deer (2017) ein weiteres grotesk-komisches Meisterstück ab, dieses Mal am englischen Königshof Anfang des 18. Jahrhunderts verortet. Yorgos Lanthimos arbeitete beim Dreh von The Favourite - Intrigen und Irrsinn nach The Lobster das zweite Mal mit Rachel Weisz zusammen, die dieses Mal Lady Sarah, die enge Vertraute von Queen Anne (Olivia Colman), spiel...
Kritik: Beautiful Boy (US 2018)
Drama, Filme, Im Kino, Kritiken, Slider

Kritik: Beautiful Boy (US 2018)

Do you know how much I love you? I love you more than everything. Eigentlich hatte ich geplant, meine Gedanke zu den ersten Tagen beim BFI London Film Festival in einem Recap bestehend aus Kurzkritiken festzuhalten. Als ich zu schreiben anfing, merkte ich jedoch, dass es mir am Herzen liegt, erst einmal etwas zu dem diskussionswürdigen Drogenabhängigkeitsdrama Beautiful Boy zu Papier zu bringen, welches auf einer wahren Geschichte basiert und von David Sheff (Steve Carell) und seinem Sohn Nic (Timothée Chalamet) erzählt, deren Leben aufgrund von Nics stetig zunehmender Crystal Meth Sucht immer weiter entgleitet. Es gibt immer wieder Momente, in denen Nic den Drogen zu entfliehen versucht, doch er fällt immer wieder zurück und verfällt immer weiter seiner Sucht - ein Teufelskreis. Se...
Die besten Filme des Kinojahres 2018 – Philippe stellt seine Lieblinge vor
Jahresliste, Listen, Slider

Die besten Filme des Kinojahres 2018 – Philippe stellt seine Lieblinge vor

Ohne großes Blabla vorweg: Dieses Kinojahr war, wie schon 2017, für meinen Geschmack herausragend vielseitig und hat gleich einige wahre cineastische Schmankerl mit sich gebracht. Und das, obwohl Hollywoods Blockbustermaschinerie keinen Deut an Innovation im Vergleich zu den Vorjahren hinzugewonnen hat. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel. Dies gilt auch für den Streaming-Giganten Netflix, bei dem die Fallhöhe zwischen zumeist mittelmäßigen bis unerträglichen Filmchen und dazwischen magischen Lichtblicken wohl am größten ist. Größtenteils habe ich meine Highlights des Jahres weit fernab der sich selbst bis zur Unverträglichkeit unüberhörbar und unübersehbar als bestes Irgendetwas (der beste Marvel-Film seit... überhaupt und so) vermarktenden Rohrkrepierer gefunden. Das Kino...
Netflix-Kritik: Roma (MX/US 2018)
Alfonso Cuarón, Drama, Filme, Im Kino, Kritiken, Netflix, Regisseure, Slider, Streaming

Netflix-Kritik: Roma (MX/US 2018)

Wow, wow, wow! Es ist zwar schon längst kein Geheimnis mehr, dass Alfonso Cuarón, der mit Y Tu Mamá También, Children of Men, Harry Potter und der Gefangene von Askaban und zuletzt Gravity, (auch wenn ich bei letzterem, trotz aller technischer Qualitäten, nach wie vor nicht die allgemeine Euphorie teile) sich in der Kinolandschaft als einer der versiertesten Filmemacher unserer Zeit einen Namen gemacht hat. Fünf Jahre nach Gravity meldet sich der mexikanische Regisseur nun mit seinem bisher persönlichsten Film zurück: Roma. Und dieser ist ein intimes, in alle Belangen meisterhaftes Epos, welches bedenkenlos mit großen Schwarz-Weiß -Klassikern der Filmgeschichte wie Luchino Viscontis Rocco und seine Brüder, Federico Fellinis Achteinhalb, Francois Truffauts Sie küssten und sie schlugen ihn...
Netflix-Kritik: The Ballad of Buster Scruggs (US 2018)
Coen Brüder, Filme, Komödie, Kritiken, Netflix, Regisseure, Slider, Streaming, Western

Netflix-Kritik: The Ballad of Buster Scruggs (US 2018)

Mit dem komödienhaften Rache-Drama True Grit (2010) und inbesondere mit dem Neo-Noir-Thriller No Country For Old Men (2007) hat das moderne Kino den Gebrüdern Coen zwei unvergessliche Beiträge zum Western-Genre zu verdanken. Als es allerdings hieß, dass sich die beiden Brüder erneut an ein Western-Projekt wagen würden, welches als episodenhafte Serie für den Streaming-Anbieter Netflix geplant ist, war ich trotz allem, was das amerikanische Kino Ethan und Joel Coen bis heute zu verdanken hat, erst einmal skeptisch gegenüber ihrem neusten Regieprojekt. Würde das Serien-Format den Brüdern liegen? Als vor der Weltpremiere beim diesjährigen Filmfestival in Venedig publik gemacht wurde, dass The Ballad of Buster Scruggs nun doch als Spielfilm veröffentlicht wird, war ich noch gespannter als eh...
Klassiker-Kritik: Der Pate 2 (USA 1974)
Amazon Prime, Drama, Kritiken

Klassiker-Kritik: Der Pate 2 (USA 1974)

Times are changing. Das beste Sequel zu einem der besten Filme aller Zeiten, das ist Der Pate 2, ein in jeder Hinsicht stimmiges Familiendrama über gesellschaftliche Werte wie Liebe und Freundschaft, Rücksicht und Anerkennung, Politik und Geschäfte und den Wandel, den diese Normen mit der Zeit vollziehen. Denkt man zurück an den Anfang von Der Pate, als Michael Corleone (Al Pacino) nichts von den Geschäften seines Vaters wissen und ein anständiges Leben führen wollte, so kann man am Ende von Der Pate 2 nur resümieren, dass Michael Corleone (Al Pacino) eine der tragischsten Figuren der Filmgeschichte ist. Um sein persönliches Desaster noch ausdrucksvoller und nervenaufreibender zu gestalten, stellte Francis Ford Coppola die beschwerliche Fortführung des Familiengeschäfts dem rasanten...