Autor: Pascal Reis

Filmkritiken

"Breaking the Waves" (NO/FR/SE/NL/DK 1996) Kritik – Lars von Trier und ein Opfergang der Liebe

Autor: Pascal Reis "Everyone has something they're good at. I've always been stupid, but I'm good at this." Die schottische Küstenlandschaft. Ein Ort der Entspannung und Selbstfindung, ein Ort, an dem die zügigen Brisen der Gesundheit neuen Antrieb geben, die jedem Besucher sorglos mit aller Frische um die Nasen pfeifen und mit der prächtigen Naturkulisse, durchzogen von idyllischen Postkartenmotiven, einen ungezwungenen Einklang findet. In „Breaking the Waves“ sind die äußerlichen Naturattribute natürlich gegeben, doch den ersehnten Seelenfrieden bekommt man hier nicht auf dem aseptischen Silbertablett serviert, sondern trifft auf eine Auskoppelung der Free Church of Scotland, puritanisch bis in Mark und apodiktisch auf die strikten Grundsätze des Calvinismus pochend. Im Klartext bedeut...
Kritik: Zombie 2 – Day of the Dead (USA 1985) – Das Ende der Menschheit
Filmkritiken

Kritik: Zombie 2 – Day of the Dead (USA 1985) – Das Ende der Menschheit

"We're all pulling in different directions." George A. Romero spinnt das Netz innerhalb seiner ersten „…of the Dead“-Trilogie konsequent dem apokalyptischen Ende entgegen. Die menschliche Natur, oder besser gesagt, der letzte Bruchteil, der noch übrig geblieben ist, sieht sich gezwungen, von nun an subterran zu residieren. Der unterirdische Bunker ist dieses Mal der Ort des Geschehens und wer Romeros vorherige Intentionen in „Night of the Dead“ und „Dawn oft he Dead“ verstanden hat, der wird auch bei „Day of the Dead unschwer diagnostizieren können, das es in erster Linie nicht um die Zombie-Epidemie per se geht, um den fetzigen Gore, ausgelöst durch die hungrigen Untoten, sondern primär um die destruktiven Diskrepanzen wie kopflosen Konflikte zwischen den Menschen. In dem riesigen Bun...
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Erster OV-Trailer zur Action-Komödie "R.E.D. 2" mit Bruce Willis und John Malkovich

Wie uns der Trailer gefällt: Die alten Säcke sind wieder zurück und Bruce Willis, Helen Mirren und John Malkovich dürfen erneut aus allen Rohren feuern. Nach dem mauen ersten Teil scheint „R.E.D. 2“ wenigstens etwas mehr Tempo zu besitzen, auch wenn man kein großes Kino erwarten sollte, sondern bestenfalls eine solide Action-Komödie. Immerhin bereichert Sir Anthony Hopkins den namhaften Cast. Deutscher Kinostart ist der 12. September.
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Die „Blade“-Trilogie (USA 1998-2004) Kritik – Der stoische Vampirjäger in Lack und Leder

Autor: Pascal Reis "Blade" (USA 1998) „I promise you, you'll be dead by dawn.“ Wesley Snipes ist als vampirjagender Daywalker die gefasste Überzeichnung in Person. Seine physische Präsenz ist immer auf dem gleichen lässigen Level, von Schauspiel braucht man hier nicht reden, mit einem Gesichtsausdruck, möglichst (pseudo-)cool, schnetzelt sich Snipes eben andauernd durch die von Blutsaugern dominierte Unterwelt der Großstadt. Sein Gegenspieler tritt in Form von Stephen Dorff auf, der den gewandelten Vampire Deacon Frost gibt. Im Gegensatz zu Snipes, der zwar nicht Berauschendes darstellt, aber durchaus in die Rolle passt, ist Dorff ein Knallcharge³. In einer Welt, in der Vampire am liebsten vögeln, Drogen konsumierten und sich bei Techno-Partys mit Blut berieseln lassen, ist Dorff der –...
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"Excision" (USA 2012) Kritik – Kontroverse Realitätsflucht in sozialer Abkapselung

Autor: Pascal Reis "Your girlfriends friend thinks you're gay." - "Excuse me?" - "You're not pretty enough." Man kann sie nur vermissen, die Zeit im Leben, in der man noch unbeschwert und mit tonnenschwerer Naivität auf den Schultern durch die Weltgeschichte spazieren durfte. Eine Zeit, in der es keine erdrückenden Vorurteile gab, in der man den eigenen Körper nicht als wollüstiges Instrument der Befriedigung erkannte und den infamen Fängen der (Geschlechts-)Reife noch getrost abwinken konnte. Doch machen wir uns nichts vor, die Lebenskonstellation verändert sich stetig, das muss sie natürlich auch, die Lügen über den Klapperstorch, der die Kinder bringt, werden durchschaut und die Hormone entpuppen sich als pochende Akkordarbeiter, die der Reizüberflutung durch die Umwelt hilflos die Hä...
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Zweiter dt. Trailer zu "The Great Gatsby" mit Leonardo DiCaprio und Tobey Maguire

Wie uns der Trailer gefällt: Baz Luhrmanns neuer Film sieht super aus. Toll gefilmt, offenbar komplett von DiCaprio getragen und sehr spannend! Warner Bros. hat ihn extra auf das nächste Kinojahr gelegt, da es mit "Zero Dark Thirty", "Silver Linings", "Les Misérables", "Argo", etc. schon genug heiße Kandidaten für die kommende Oscarverleihung gibt. Vernünftig, denn "The Great Gatsby" könnte dort ganz oben mitspielen! Deutscher Kinostart ist der 16. Mai 2013.
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Golden Globes 2013 – Recap – Viele Werbepausen und noch mehr Stars

Autor: Sebastian Groß „Daniel Day-Lewis, I saw you in "Expendables 2" and you were awesome!“ Eines vorweg: Die meisten der nominierten Filme und Serien habe ich noch nicht gesehen. Wie auch? Mit diesem „Recap“ versuche ich lediglich auf die Verleihung an sich einzugehen, nicht auf die Qualität der Produktionen, die an diesem Abend, bzw. dieser Nacht im Fokus der Golden Globes stehen. Ich betone: „versuche“! Natürlich wird es von meiner Seite Kommentare, sogar Wertungen zu einzelnen Nominierten geben, denn das gehört einfach dazu. Wer sich solche Preisverleihungen ansieht, wer dafür wacht bleibt und seiner Kaffeemaschine Nachtarbeit aufhalst, der hat auch gewisse Lieblinge, denen er eine Trophäe wünscht. Bei mir ist das nicht anders. Also, noch schnell das letzte Gluckern der Kaffeemasch...
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"Schindlers Liste" (USA 1993) Kritik – Wenn Rettung zum Alibi wird

Autor: Pascal Reis "This is very cruel, Oskar. You're giving them hope. You shouldn't do that." Mit „Schindlers Liste“ konnte Steven Spielberg jede Aufmerksam der (Film)Welt lückenlos auf seine Person und das große Holocaust-Werk fokussieren. „Schindlers Liste“ entpuppte sich in Deutschland als einer der größten Kassenschlager. Ob Schulklassen, Cineasten oder Interessierte an der Thematik - alle rannten sie in die Lichtspielhäuser und waren hellauf begeistert von Spielbergs inszenatorischer Brillanz, die dem ergreifenden Kapitel der abstoßenden Kriegsgeschichte einen durch und durch würdigen Vertreter überreichte. Und zweifelsohne: Spielbergs Absichten waren/sind löblich, schließlich wollte er den Menschen auf aller Welt das Entsetzen, den Horror der inhumanen Judenverfolgung näherbringe...
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"ParaNorman" (USA 2012) Kritik – George A. Romero würde Beifall klatschen

Autor: Sebastian Groß "It would've been a quiet night too, if it hadn't been for those meddling kids!" Animationsfilme sind wahres Kassengold, zumindest wenn sie den Erwartungen des Publikums entsprechen, und das heißt in den meisten Fällen, dass sie süße wie nette Figuren zeigen, lustig sind und für Jung und Alt geeignet sind. Ein Rezept, welches so auch auf Trickfilme angewandt werden kann, doch genau wie beim Trickfilm gibt es auch bei den Werken aus den Hochleistungsrechnern der Studios immer wieder Vertreter, die die an ihnen gestellte Erwartungen nicht erfüllen können oder es gar nicht wollen. Freak steht auf seinem Spind, am liebsten schaut er Horrorfilme und von Gesellschaft hält Norman nicht viel, dabei ist der elfjährige selten wirklich alleine, denn Norman hat die Gabe die ...
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Internationaler Trailer vom Thriller "Möbius" mit Jean Dujardin

Wie uns der Trailer gefällt: Nach "The Artist" kehrt Jean Dujardin eindrucksvoll zurück. Im Thriller "Möbius" scheint der Franzose sich wieder von seiner besten Seite zu zeigen und die Geschichte um einen FSB-Beamten, der sich durch die Liebe in eine Verschwörung wickeln lässt, macht durchaus Lust auf mehr. Der deutsche Kinostart ist noch unbekannt.