Schlagwort: Ryan Gosling

Kritik: Aufbruch zum Mond (USA 2018)
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Kritik: Aufbruch zum Mond (USA 2018)

That's one small step for man, one giant leap for mankind. Es erscheint nur konsequent, dass sich Damien Chazelle in Aufbruch zum Mond mit dem Astronauten Neil Armstrong beschäftigt. Schon in seinem vorherigen Film La La Land tanzten und sangen sich Ryan Gosling und Emma Stone durch ein Los Angeles, das als City of Stars funkelte und das Paar auch in das bekannte Griffith-Observatorium führte, wo sich ihr Blick nach oben in den Himmel richtete. Während Damien Chazelle seine Figuren schließlich zum Schweben brachte und beide als Silhouetten über den Wolken in den Sternen tanzen ließ, ist Aufbruch zum Mond nun die Geschichte des Mannes, dem es tatsächlich gelungen ist, als erster Mensch überhaupt den Mond zu betreten. Damit stellt der vierte Spielfilm des erst 33-jährigen Regisseurs, ...
Kritik: Blade Runner 2049 (USA 2017)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Blade Runner 2049 (USA 2017)

You've never seen a miracle. Ridley Scotts Blade Runner aus dem Jahre 1982 hat es vollbracht, Geeks und Cineasten gleichermaßen in Ströme der Begeisterung zu versetzen, obwohl sich dessen ikonische Stellung innerhalb der Filmgeschichte, nachdem er an den Kinokassen gnadenlos unterging, erst Jahre später herausstellen sollte. Inzwischen jedenfalls sollte den Menschen, die sich mit voller Hingabe dem Medium Film unterwerfen, bewusst geworden sein, welche immense Bedeutsamkeit Blade Runner anhaftet – und welche Maßstäbe er (nicht nur) innerhalb des Sci-Fi-Genres setzte, eben weil er es verstand, genau dieses Genre allezeit zu transzendieren. Ridley Scott stellte dem Zuschauer Fragen, ohne Antworten auf diese zu liefern. Fragen, die sich von einer exorbitanten philosophischen Größenordnung ...
Kritik: La La Land (US 2016)
Festivals, Filme, Kritiken

Kritik: La La Land (US 2016)

"Do you think that they will find it too nostalgic?" - "Fuck them!" Wo anfangen, wo aufhören bei dieser Musical-Romanze, die sich einmal quer durch die Filmgeschichte bewegt und alles zitiert, was es im Musical-Genre zu zitieren gibt, von Hollywood-Meilensteinen wie Singin' in the Rain bis zu Jacques-Demy-Klassikern wie Die Regenschirme von Cherbourg. Hierbei könnte Damien Chazelle vorgeworfen werden, mit La La Land auf Nummer sicher gegangen zu sein. Doch nichts ist, wie es anfangs den Eindruck macht und La La Land ist sicherlich nicht einfach nur eine nostalgische Reise durch die Filmgeschichte. Damien Chazelles Liebe für das Musicalkino ist zwar in jedem Moment seh- und fühlbar, doch nutzte er sie, um auf grandiose Art und Weise ein Musical zu drehen, das nicht besser ins moderne...
Podcast: Cinema Update #18 – La La Land, Loving, Rogue One & die Emmys
Cinema Update, News, Podcasts, Slider

Podcast: Cinema Update #18 – La La Land, Loving, Rogue One & die Emmys

Leonhard und Patrick polieren die Tanzschuhe und bereiten ihre Stimmen vor - naja nicht so wirklich, auch wenn es immer der große Traum von Beiden war in einer Musical-Produktion mitzuwirken, ist das gesangliche Talent doch etwas eingeschränkt. Deswegen unterhalten sie sich lieber über den fantastischen ersten Trailer zu Damien Chazelles (Whiplash) neuem Film La La Land, mit Ryan Gosling und Emma Stone. Außerdem wird ausgiebig über das Making-Off-Video zu Rogue One, einer Versammlung der (Super-)Monster und die Emmy-Nominierungen geredet. Viel Spaß beim Anhören... Cinema Update bei iTunes abonnieren! Cinema Update als RSS-Feed abonnieren! https://soundcloud.com/cinema-update/cinema-update-18-la-la-land-loving-rogue-one-die-emmys
Kritik: The Nice Guys (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: The Nice Guys (USA 2016)

- Dad, there are whores here n'stuff. - Don't say `n'stuff´. Just say: `Dad, there are whores here.´ Als Teil der sehr-präsenten, leicht-aufdringlichen Werbekampagne für „The Nice Guys“, dem neuen Shane Black Film, wurde ein authentischer 70er-Jahre Retro-Trailer geschnitten, der vor allem auf Sozialen Netzwerken seine Runden machte. Dieser kurze Trailer stellt, meiner Meinung nach, die perfekte Verkörperung von Blacks Filmkonzept dar: Eine detailreiche Hommage an die Neo-Noir-Detektiv-Thriller („Dirty Harry“, „The Long Goodbye“ & „Night Moves“) der 70er Jahre, liebevoll für eine neue Generation nachgemacht. Black hat in diesem Metier schon reichlich Erfahrung, schließlich war er als Autor der ersten zwei „Lethal Weapon“ Filme und „The Last Boy Scout“ maßgeblich an dem kurzen W...
Kritik: The Big Short (USA 2015)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: The Big Short (USA 2015)

Tell me the difference between stupid and illegal and I'll have my wife's brother arrested. Ist es bewundernswert oder eher furchteinflößend wie scheinbar lapidar immer wieder über die Wirtschaftskrise von 2008 berichtet wird? Vermutlich etwas von beidem. Dennoch hat das Platzen der US-Immobilienblase nicht nur für einen lauten Knall, sondern auch für sozialen Schrecken und Rezession gesorgt, die man Jahre später immer noch zu spüren bekommt. Allerdings ist dieses negative Ereignis verblasst. Die Schuld der Banken, die Maschinerie der Gier und die Blindheit vor der Wahrheit wurden vergessen, überspielt und verdrängt. Ein wunderbarer Nährboden also fürs Kino, welches nach Oliver Stones Klassiker „Wall Street“ aus dem Jahre 1987 die Welt der Börse und Spekulationen wieder für sich en...
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"The Place Beyond the Pines" (USA 2012) Kritik – Ryan Gosling und die väterliche Pflicht

Autor: Pascal Reis "I want to do something with him that's his first time. I'm going to look in his face when he tries ice cream. Every time he has ice cream for the rest of his life, he's going to see my fucking face." Seit dem Jahre 2010 ist der Name Derek Cianfrance dem indieaffinen Publikum zu Recht kein Unbekannter mehr. Sein Beziehungs-Drama „Blue Valentine“ erblickte das Licht der Kinolandschaft, heimste unzählige Festivalpreise ein und durfte sogar dank Michelle Williams aufopferungsvoller Darstellung im Oscar-Rennen ein kleines Wörtchen mitsprechen. Cianfrance verdeutlichte dabei, das er nicht unbedingt der Regisseur ist, der dem Zuschauer etwas vollkommen Neues bieten und eine explosive Vielfalt an Kreativität evozieren möchte, sondern sich einem universellen Thema annimmt, we...
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“Gangster Squad” (USA 2013) Kritik – Sean Penn vs Josh Brolin in einem Film Noir der etwas anderen Art

Autor: Philippe Paturel “We're not solving a case here. We're going to war!” Wenn anfangs "Inspired by real events" als Schriftzug erscheint, dann erwartet man bereits Schlimmes von Regisseur Ruben Fleischer, dem unter anderem die miserable Komödie "30 Tage oder weniger" zu verdanken ist. Umso überraschter war ich zwei Stunden später, denn seine neueste Arbeit "Gangster Squad" ist eine spaßige, komplett überzeichnete Hommage an die großen Gangster-Filme vergangener Tage. Auf die Hommage-Schiene muss sich Fleischer allerdings nicht abstellen lassen, denn mit "Gangster Squad" ist ihm trotzdem etwas ganz eigenständiges gelungen. Daran werden sich sicherlich manche Mafiafilmfreunde die Zähne ausstoßen, alle anderen, die offen für einen klassischen Mafiafilm der Marke "Style over substance" s...
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"All Beauty Must Die" (USA 2010) Kritik – Ryan Gosling wird zum femininen Psychopathen

"Sie kennt dich noch nicht." Wahre Fälle haben in der Filmwelt ihren ganz eigenen Reiz, ganz besonders die Fälle, die nie wirklich aufgeklärt wurden und als ungelöster Kriminalfall in die Geschichte eingehen. Das beste Beispiel ist der berühmte Zodiac-Fall, auf den David Fincher 2004 im gleichnamigen Meisterwerk einging. Es ist einfach interessant, seine eigenen Gedanken und Spekulationen in ein Thema einzumischen, welche vielleicht sogar in die richtige Richtung weisen, oder einfach nur einen passenden neuen Denkansatz geben, um einen längst zu den Akten gelegten Fall wiederaufleben zu lassen, wobei sich viele Regisseure bei einer solchen Thematik gerne in dem Satz „basierend auf einer wahren Geschichte“ verrennen und genügend Zuschauer an der Nase herumführen. 2010 nahm sich aber auch...
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"Crazy, Stupid, Love." (USA 2011) Kritik – Love is all around

"Sag ihr, sie ist die perfekte Mischung aus sexy und süß, Arschloch." Romantische Komödien sollten den Kinogängern inzwischen eigentlich überdeutlich aus dem Halse hängen, denn in dem Ausmaß, in dem wir heutzutage mit diesen „RomComs“ konfrontiert wird, sollte allmählich Schluss sein mit der konstruierten Langeweile, die einfach rein gar nichts neues bietet und sich in den alten, schmalzigen Klischees verliert, um sich dann auch noch mit Kitsch zu bedecken. Ein Graus für jeden männlichen Kinobesucher, ein Fest für die Frauenwelt und das offensichtliche Erfolgsrezept für das erste Date, um den Arm langsam um die Begleitung zu legen und den Verlauf des Weiteren abends ebenfalls in rosige Aussicht zu stellen. Frischer Wind muss also endlich hier, wobei die Liebesthemen gar nicht das Proble...