Schlagwort: Emma Stone

Kritik: The Favourite – Intrigen und Irrsinn (US/GB 2018)
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Kritik: The Favourite – Intrigen und Irrsinn (US/GB 2018)

Sometimes a lady likes to have some fun. Als mittlerweile großer Fan des Griechen Yorgos Lanthimos, dem 2009 mit der Satire Dogtooth der internationale Durchbruch gelang (inklusive einer Oscar-Nominierung für den besten fremdsprachigen Film), waren meine Erwartungen an sein neustes Regieprojekt fast unerreichbar hoch. Doch Yorgos Lanthimos liefert nach The Lobster – Eine unkonventionelle Liebesgeschichte (2015) und The Killing of A Sacred Deer (2017) ein weiteres grotesk-komisches Meisterstück ab, dieses Mal am englischen Königshof Anfang des 18. Jahrhunderts verortet. Yorgos Lanthimos arbeitete beim Dreh von The Favourite - Intrigen und Irrsinn nach The Lobster das zweite Mal mit Rachel Weisz zusammen, die dieses Mal Lady Sarah, die enge Vertraute von Queen Anne (Olivia Colman), spiel...
Podcast: Cinema Update #18 – La La Land, Loving, Rogue One & die Emmys
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Podcast: Cinema Update #18 – La La Land, Loving, Rogue One & die Emmys

Leonhard und Patrick polieren die Tanzschuhe und bereiten ihre Stimmen vor - naja nicht so wirklich, auch wenn es immer der große Traum von Beiden war in einer Musical-Produktion mitzuwirken, ist das gesangliche Talent doch etwas eingeschränkt. Deswegen unterhalten sie sich lieber über den fantastischen ersten Trailer zu Damien Chazelles (Whiplash) neuem Film La La Land, mit Ryan Gosling und Emma Stone. Außerdem wird ausgiebig über das Making-Off-Video zu Rogue One, einer Versammlung der (Super-)Monster und die Emmy-Nominierungen geredet. Viel Spaß beim Anhören... Cinema Update bei iTunes abonnieren! Cinema Update als RSS-Feed abonnieren! https://soundcloud.com/cinema-update/cinema-update-18-la-la-land-loving-rogue-one-die-emmys
Filmkritiken zu „Steve Jobs“, „Irrational Man“ und „Macbeth“
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Filmkritiken zu „Steve Jobs“, „Irrational Man“ und „Macbeth“

  Steve Jobs (USA 2015) von Danny Boyle, u.a. mit Michael Fassbender, Kate Winslet und Seth Rogen Für Steve Jobs sind Computer Gemälde. Kunstwerke, nuanciert und erfüllend. Ihm, dem popkulturellen Phänomen, dem Revolutionär und Visionär, fehlt indes die entscheidende Distanz zur Materie, um erkennen zu können, dass sein Kunstwerk, welches schließlich auch quasi aus seiner eigenen Rippe erbaut wurde, nicht nur in rein technologischer Brillanz überwältigt, es trägt auch seine menschlichen Makel in sich, wie Steve Wozniak in einer Rückblende prägnant festhält. Sie sind miteinander verschmolzen. Danny Boyle ist der richtige Mann, um sich dieser Person anzunehmen, die nicht nur eine Delle ins Universum schlagen sollte, sondern auch ein manischer Egomane war, dem Michael Fassbender i...
Kritik: Irrational Man (USA 2015)
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Kritik: Irrational Man (USA 2015)

I wanted to be a world changer and I've ended up a passive intellectual who can't fuck. Wenn sich Anne Franks Familie auf deinem Dachboden verstecken würde und die Nazis an deine Tür schlagen und nach ihr fragen, wärst du laut Immanuel Kants berühmtem kategorischen Imperativ verpflichtet die Wahrheit zu sagen. Unfassbar, aber ein allgemein gültiges moralisches Gesetz kann nur funktionieren, wenn es ausnahmslos eingehalten wird, auch wenn es Personen begünstigt, die nicht richtig handeln. Das ist eine der analytischen Beobachtungen, die Abe Lucas (Joaquin Phoenix), seines Zeichens resignierter Utopist und trunksüchtiger Professor der Philosophie am Newport-College, seinen Studierenden schildert. Aber eine Ethik, die den Nazis hilft, kann doch nicht richtig sein, oder? Insoweit sind s...
Kritiken

"Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" (FR/US 2014) Kritik – Wie der Phönix, der aus der Asche emporstieg

Autor: Pascal Reis „Popularity is the slutty little cousin of prestige.“ Wie schnell läuft man als Schauspieler doch Gefahr, immer und immer wieder auf eine markante Rolle reduziert zu werden. Hören wir beispielsweise den Namen Daniel Radcliffe, dann denken wir automatisch an seine Performance in der achtteiligen „Harry Potter“-Reihe, nicht etwa an seinen Auftritt in Nico Muhlys „Kill Your Darlings – Junge Wilde“, genau wie wir Heath Ledger nicht mit Terry Gilliams „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ assoziieren, sondern mit dem die Zunge schnalzenden und den Speichel durch die Wagentaschen schiebenden Joker in Christopher Nolans „The Dark Knight“. Die Konsequenzen dieser forcierten Gleichsetzung lassen sich in den eingefallenen Gesichtern, sowie den versiebten Karrieren vieler Künstler...
Kritik: Magic in the Moonlight (USA 2014)
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Kritik: Magic in the Moonlight (USA 2014)

Sie ist doch ganz angenehm, Schwindlerin hin oder her. Vor ein paar Jahren, während meiner Ausbildung habe ich eine Zeit lang als Kameramann beim Großbetrügerprojekt „Astro TV“ gearbeitet. Es waren anstrengende Tage, an denen die Minuten wie Stunden vergingen und das Dauergelaber der selbsternannten Wahrsager_innen meinen Geist malträtierte. Natürlich war das alles großer Humbug. Das einzig echte an dieser Sendung waren die Anrufer_innen, meistens ältere Damen, die sich Glück, Arbeit und Geld für ihre Kinder und Kindeskinder wünschten. Das hatte etwas rührendes. Ich dachte mir immer: Ganz egal wie falsch diese Vorhersagen und vor allem die Abzocke dahinter auch sind, so ein wenig Trost spendeten die Worte der Schmalspurspiritist_innen dann doch. So auch wie Religionen das Unerträgli...
Filme, Kritiken

"Das ist das Ende" (USA 2013) Kritik – Apokalypse à la Seth Rogen, James Franco und Co.

Autor: Pascal Reis "Ain't no party, like a no panty party, cause a no panty party don't stop!" Irgendwie wollen sie einfach nicht aus der Filmwelt verschwinden und die verschiedensten Regisseure mit noch so differenten Kunstauffassungen versuchen sich zunehmend mit funkelnden Augen daran. Gemeint sich die filmischen Weltuntergänge, verursacht durch bombastisch zelebrierte Naturkatastrophen oder heimtückische Invasionen extraterrestrischer Lebensformen. Ob man nun an Roland Emmerichs ausufernde Zerstörungswut wie in „Independence Day“ und „2012“ denkt, an Steven Spielbergs „Krieg der Welten“-Interpretation oder das Comic-Spektakel „The Avengers“, der die Kinosäle im letzten Jahr gehörig zum Beben brachte. Die Zeichen stehen in allen Fällen in Richtung Apokalypse, der sich nur ein paar dah...
Kritiken

"Die Croods" (USA 2013) Kritik – Familie Feuerstein 2.0

Autor: Stefan Geisler "Verlasse nie die Höhle!" 1960 eroberte die Hanna-Barbera-Produktion „Familie Feuerstein“ (Originaltitel: „The Flintstones“) die amerikanischen Fernsehbildschirme. Erfrischend fortgeschritten präsentierten sich dabei die animierten Steinzeitmenschen: Starke Frauen, besserwisserische Männer, und die alltäglichen Probleme des Ehelebens standen im Fokus dieser Zeichentrickserie um Fred Feuerstein und sein Gefolge. Nun macht sich eine neue Generation von Urzeitmenschen daran, die Lichtspielhäuser der Welt zu erobern, ihr Name: Die Croods. Dabei haben die Croods mehr als einen Anlauf gebraucht, um sich ihren Weg auf die Leinwand zu bahnen, denn eigentlich sollte der Film bereits 2005 von Aardman Animations als Stop-Motion-Film nach einem Drehbuchentwurf von Pythons-Legen...
Kritiken

“Gangster Squad” (USA 2013) Kritik – Sean Penn vs Josh Brolin in einem Film Noir der etwas anderen Art

Autor: Philippe Paturel “We're not solving a case here. We're going to war!” Wenn anfangs "Inspired by real events" als Schriftzug erscheint, dann erwartet man bereits Schlimmes von Regisseur Ruben Fleischer, dem unter anderem die miserable Komödie "30 Tage oder weniger" zu verdanken ist. Umso überraschter war ich zwei Stunden später, denn seine neueste Arbeit "Gangster Squad" ist eine spaßige, komplett überzeichnete Hommage an die großen Gangster-Filme vergangener Tage. Auf die Hommage-Schiene muss sich Fleischer allerdings nicht abstellen lassen, denn mit "Gangster Squad" ist ihm trotzdem etwas ganz eigenständiges gelungen. Daran werden sich sicherlich manche Mafiafilmfreunde die Zähne ausstoßen, alle anderen, die offen für einen klassischen Mafiafilm der Marke "Style over substance" s...
Kritik: The Help (USA 2011)
Drama, Kritiken

Kritik: The Help (USA 2011)

Mut heißt nicht immer, dass man tapfer ist. Mut ist das Wagnis etwas Neues zu tun, obwohl unser Fleisch schwach ist. Jackson, 1962: Aibileen Clark, Minny Jackson und Constantine sind dunkelhäutige Dienstmädchen, die ihre Arbeiten im Haus von weißen, angesehen Frauen verrichten. Ihre Arbeit besteht aus kochen, dem aufräumen und putzen, sowieso dem Hüten und die Erziehung der Kinder. Die eigentlichen Mütter haben längst den Draht zu ihren Sprösslingen verloren und die wahren Bezugspersonen sind die Dienstmädchen. Wahrhaben will das natürlich keiner. Eugenia ist eines der Kinder, die von Constantine aufgezogen wurde und sich zur Journalistin gemausert hat, nicht zuletzt dank der liebevollen Erziehung Constatines. Doch Eugenia findet ihre Heimat als einen Ort der Diskriminierung wieder,...