Die besten Abenteuerfilme zum Kinostart von Uncharted

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Der Abenteuerfilm ist ja bekanntlich recht schwer zu definieren, denn unter „Abenteuer“ versteht grundsätzlich erst mal jeder Mensch etwas anderes. Berücksichtigt man beispielsweise den Kriegs-, den Western- oder den Science-Fiction-Film, so würde eine Liste der besten Abenteuerfilme fast nur aus Vertretern dieser drei Genres bestehen. Generell dreht sich beim Abenteuer immer alles um den Aufbruch ins große Unbekannte, von mir wurden für diese Liste allerdings nur diejenigen Filme berücksichtigt, welche keinem der genannten Genres zuzuordnen sind. Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser Entdeckungstour quer durch die Filmgeschichte.

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Lobende Erwähnungen: King Kong und die weiße Frau (Merian C. Cooper  & Ernest B. Schoedsack, 1933), Atemlos vor Angst (William Friedkin, 1977), The Beach (Danny Boyle, 2000), Der Zauberer von Oz (Victor Fleming, 1939), Die Abenteuer von Robin Hood (Michael Curtiz, 1938) und Unter Piratenflagge (Michael Curtiz, 1935)

Platz 20: King Kong (USA 2005)

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von Peter Jackson (mit Naomi Watts und Adrien Brody)

King Kong anno 2005 ist mehr als nur ein sehenswerter Versuch, den liebenswerten Gorilla für die Nachwelt zu erhalten. Sicherlich ist King Kong und die weiße Frau (1933) auch heute noch absolut sehenswert, doch Peter Jackson hat direkt nach seiner Der Herr der Ringe-Trilogie ein technisches Wunderwerk und somit ein fast dreistündiges Abenteuerepos erschaffen, welches ich mir immer und immer wieder anschauen kann. Sicher, der Film hat auch die eine oder andere trashige Szene zu bieten (Stichwort: Dinosaurier), doch die Gigantomanie macht hier noch, im Gegensatz zu 99% der heutigen Blockbuster, wirklich durchgehend Spaß. Und besonders in 4K* ist der Film auch fast zwei Jahrzehnte später noch, trotz seiner epischen Länge und seiner erzählerischen Schwächen, eine kleine Offenbarung.

Platz 19: African Queen (USA, GB 1951)

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von John Huston (mit Katharine Hepburn und Humphrey Bogart)

Die erste von drei Perlen in dieser Liste von Regisseur John Huston bietet ein Aufeinandertreffen zweier großer Persönlichkeiten des Hollywoodkinos der 30er bis 50er Jahre: Humphrey Bogart (Casablanca) und Katharine Hepburn (Leoparden küsst man nicht) in einem Abenteuer voller Emotionen, Action und Romantik. Sie spielt Rose Sawyer, eine britische Missionarin. Er Mr. Allnutt, einen auf die Flasche fokussierten Abenteurer mit groben Manieren. Und doch sind diese beiden gegensätzlichen Menschen dazu gezwungen, mitten in Afrika miteinander klarzukommen. Im Angesicht von Stromschnellen, Mücken, Blutegeln, Krokodilen und mechanische Problemen entwickelt sich diese ungewöhnliche Romanze zu einem durch und durch zeitlosen Kinoabenteuer. African Queen könnt ihr euch aktuell nur auf Blu-ray* anschauen.

Platz 18: Aguirre, der Zorn Gottes (DE 1972)

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von Werner Herzog (mit Klaus Kinski und Helena Rojo)

Was Aguirre so besonders und ausdrucksvoll macht, ist die extreme Authentizität und die realistische Darstellung des Films. Es gibt keine Spezialeffekte, es gibt keine Doubles, alles wurde selbst gemacht, auch wenn es natürlich unglaublich waghalsig war. Werner Herzog schiebt sein Verhalten heute noch gerne auf den jugendlichen Leichtsinn. Dazu ist die Wahl seiner Schauspieler mehr als exzellent, denn wenn Indianer zu sehen sind, dann waren das auch echte Stammesindianer. Die Dreharbeiten waren hierbei nicht nur einmal unglaublich turbulent und von Klaus Kinskis berühmten Wutausbrüchen geprägt, denn mit ihm als Hauptdarsteller hatte Werner Herzog eine pure Naturgewalt ausgewählt, dem in seiner Art niemand gewachsen war. Doch egal wie schwer die gemeinsame Zeit auch war, egal wie oft sich die beiden gegenseitig umbringen wollten und egal wie oft Kinski alles auseinander schlagen wollte, am Ende kam dabei ein einzigartiges, mitten in der wilden Natur Perus gedrehtes Kunstwerk des deutschen Films heraus. Aguirre könnt ihr euch aktuell für ein paar Euro bei Amazon Prime* ausleihen.

Platz 17: Stand by Me (USA 1986)

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von Rob Reiner (mit Wil Wheaton und River Phoenix)

Das Coming-of-Age-Abenteuer Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers offenbart sich während einer Laufzeit von gerade einmal 90 Minuten als Weisheit über das Leben: Das Ende der kindlichen Unschuld und die Vergänglichkeit des Seines geben den Rhythmus einer Ode an die Freundschaft und der Abenteuer unserer Kindheit vor, die heute noch so sensibel erscheint wie am ersten Tag. Stand by Me ist aktuell im Abo von Amazon Prime* enthalten.

Platz 16: Master and Commander (USA 2003)

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von Peter Weir (mit Russell Crowe und Paul Bettany)

Eine Seefahrt, die ist lustig, abenteuerreich, dramatisch und gelegentlich auch musikalisch. Peter Weir (Die Truman Show) hat mit seiner Seefahrergeschichte Master and Commander – Bis ans Ende der Welt Anfang der 200er ein kleines Epos über das Leben an Bord eines Kriegsschiffs zu Zeiten der Regentschaft Napoleon Bonapartes und damit die realistischste sowie spannendste Seefahrersaga aller Zeiten geschaffen, welche in der Hauptrolle mit Russell Crowe in der Blütezeit seiner Karriere (GladiatorThe Insider) hervorragend besetzt ist. Dieses Seeabenteuer hat es mir dabei ganz klar durch seine glaubwürdige Authentizität und Vieldeutigkeit angetan, denn Master & Commander ist zugleich eine Geschichte über Mut und das harte Leben an Bord der britischen Navy im Jahr 1805, eine Parabel über den ungebändigten Entdeckergeist und eine Metapher, welche verinnerlicht, was es wirklich bedeutet das „kleinere Übel“ zu wählen. Die Filmmusik, der Schnitt, die Inszenierung, die Kostüme, die Schauspieler und die famosen Seeschlachten, all das erklärt noch heute, fast 20 Jahre später, warum Peter Weirs Abenteuerfilm 2004 verdient für 10 Oscars nominiert war und davon zwei Goldjungen (Kamera und Tonschnitt) gewann. In einem anderen Jahr, ohne Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs als Konkurrenz, hätte diese aufwändige Produktion womöglich noch mehr Auszeichnungen gewonnen.

Platz 15: Valhalla Rising (DK 2009)

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von Nicolas Winding Refn (mit Mads Mikkelsen und Gary Lewis)

Valhalla Rising vom dänischen Regisseur Nicolas Windign Refn (Drive) ist ein meditatives Kunstwerk, ein Arthouse-Film zum Diskutieren. Gemeinsam mit dem herausragenden Mads Mikkelsen als einäugiger, stummer Rächer und einer Gruppe Wikinger, die sich in ihrer eigenen kleinen Hölle wiederfinden, schickt uns Refn auf eine Odyssee, die sich nachhaltig ins Gedächtnis brennt. Valhalla Rising war für mich 2009 eine filmische Erfahrung sondergleichen. Der wahrscheinlich überraschendste, ungewöhnlichste Film in dieser Bestenliste. Aktuell könnt ihr euch das Wikinger-Abenteuer für wenige Euro bei Amazon Prime* kaufen.

Platz 14: Moby Dick (USA 1956)

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von John Huston (mit Gregory Peck und Richard Basehart)

John Huston zum Zweiten: Jahrzehnte vor Der weiße Hai gab es bereits Moby Dick. Mit dem Walabenteuer gelang der Hollywood-Regielegende bereits in den 50ern ein Film, der die Messlatte in Sachen Special Effects so hoch legte, dass sie bis heute Eindruck macht. Angeführt wird der Kampf zwischen Mensch und Natur hier von Gregory Peck in seiner meiner Meinung nach unvergesslichsten Rolle. Der Abenteuerklassiker ist im August 2021 übrigens erstmals frisch restauriert auf Blu-ray in einer schönen Mediabook-Ausgabe* erschienen, die man sich als Fan des Films unbedingt für die eigene Filmsammlung holen sollte. Ebenfalls könnt ihr Moby Dick bei Amazon Prime* streamen.

Platz 13: Drachenzähmen leicht gemacht (USA 2010)

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von Christ Sanders und Dean DeBlois

Einer der besten Blockbuster sowie Animationsfilme des letzten Jahrzehnts. Hier treffen die schönsten Klänge aus der Feder John Powells auf herrliche Animationen und eine Geschichte mit Einfallsreichtum und Herz, die sowohl Jung als auch Alt gefallen wird. Drachenzähmen leicht gemacht ist perfektes Abenteuerkino für die ganze Familie. Und die beiden Fortsetzungen sind – ausnahmsweise – ebenfalls außerordentlich empfehlenswert. [Trailer]

Platz 12: Fluch der Karibik (USA 2003)

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von Gore Verbinski (mit Johnny Depp und Keira Knightley)

So muss ein Blockbuster aussehen, der sich nicht im Effektegewitter verläuft und den Zuschauer mit langweiligen Charakteren quält. Der Fluch der Karibik bietet fast zwei Jahrzehnte später noch 140 Minuten voller Spaß und Spannung. Mit tollen Bildern, Klaus Badelts unterhaltsamen Ohrwurmmelodien, fast schon legendären Darstellern (insbesondere Johnny Depp als Captain Jack Sparrow) und wundervollen Masken, Kulissen sowie Kostümen ausgestattet, ist Gore Verbinskis Piratenabenteuer auch heute noch ein Unterhaltungsfilm, den man sich immer und immer wieder ansehen kann, ohne dass er abflacht oder schlechter wird. Sicher nicht tiefgründig, dafür immer bei Laune haltend. Sämtliche Fortsetzungen kommen an dieses Kleinod des Abenteuerfilms leider nicht mehr heran. In bester Qualität könnt ihr euch Der Fluch der Karibik aktuell bei Disney+ anschauen. Eine 4K Blu-ray gibt es in Deutschland jedoch leider noch nicht.

Platz 11: Lohn der Angst (FR 1953)

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von Henri-Georges Clouzot (mit Yves Montand und Charles Vanel)

Las Pietras, Venezuela. Ein staubiges Kaff am Ende der Welt, bevölkert von heimatlosem Pack. Gesindel, Tagelöhner, Verstoßene, immer auf der Suche nach dem schnellen Geld und mit der leisen Hoffnung bepackt, ihrem tristen Elend im südamerikanischen Nirgendwo schnellstmöglich zu entfliehen. Heldenhaft wirkt hier niemand, vom Leben gezeichnet sind sie hingegen alle. Dies ist die Ausgangshandlung in Lohn der Angst, einem der spannendsten Abenteuerfilme, die je auf Zelluloid gebannt wurden. Henri-Georges Clouzot lässt sich fast 45 Minuten Zeit, um dem Zuschauer die wichtigen Figuren vorzustellen, ohne ihre Charakteristika vollends zu entblättern. Dann werden die Anti-Helden auf mit Nitroglycerin beladene LKWs gesattelt und das Wort Himmelsfahrtkommando scheint für dieses Vorhaben bzw. diesen Film erfunden worden zu sein. Lohn der Angst bedeutet Existentialismus auf vier Rädern. Jede Pfütze könnte das Ende bedeuten, hinter jeder Kurve könnte der große Traum in Flammen aufgehen, die unscheinbare Umgebung die LKWs mit einer markerschütternden Explosion zerfetzen lassen. Henri-Georges Clouzot ist mit diesem zeitlosen Klassiker der Inbegriff der antiamerikanischen Kapitalismuskritik gelungen. Aktuell könnt ihr den Film via Mubi bei Amazon Prime* streamen.

Platz 10: Der Schatz der Sierra Madre (USA 1948)

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von John Huston (mit Humphrey Bogart und Walter Huston)

Der Schatz der Sierra Madre ist für meinen Geschmack tatsächlich mehr Abenteuerdrama als Western und aus diesem Grund in dieser Liste wiederzufinden. Die Ausgangsituation ist simpel: Drei Abenteurer treffen sich in dem mexikanischen Nest Tampico, um gemeinsam auf Goldsuche zu gehen. Dabei entwickelt sich John Hustons recht schnell zu einem nervenaufreibenden Schauspiel mitten in den Natur und erinnert uns daran, dass Glück nicht in einer hektischen Suche nach finanziellem und materiellem Reichtum zu suchen ist. Gold macht verrückt und kann aus guten Menschen echte Bastarde machen. Die Entwicklung vom greifbaren Glück zum mentalen wie körperlichen Verfall verkörpert Humphrey Bogart hier wie kein anderer. Aktuell gibt es Der Schatz der Sierra Madre für wenige Euro bei Amazon Prime*.

Platz 9: Into the Wild (USA 2007)

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von Sean Penn (mit Emile Hirsch und Kristen Stewart)

Sean Penns Abenteuerfilm über das Scheitern von großen Träumen, über die Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz sowie über den Sinn des Lebens, den Chris (Emile Hirsch) auf seinem kurvigen Weg nach Alaska findet, ohne es zu bemerken: Das Scheitern an sich selbst. Man muss Chris im Laufe des Films einfach in sein Herz schließen und man wird sich in dieser philosophischen wie eindringlichen filmischen Reise zu 100 Prozent wiederfinden. Gerade weil die Erzählung so ehrlich ist. Die bittere Ironie erwischt den Zuschauer schlussendlich genau da, wo es am schmerzhaftesten ist: Die unberührte Natur, die im Film doch nie bedrohlich oder gefährlich erscheint, wird dem Protagonisten am Ende zum Verhängnis. Into the Wild ist ein wilder cineastischer Ritt, ein ungebändigter Schrei nach Freiheit, unvergesslich. Aktuell ist der Film im Abo von Amazon Prime* enthalten.

Platz 8: Jurassic Park (USA 1993)

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von Steven Spielberg (mit Sam Neill und Laura Dern)

Jurassic Park oder wie Steven Spielberg 1993 erneut das Blockbuster-Kino prägte wie bis heute kein anderer. Ausgehend von einer Idee, die weit hergeholt schien, sich aber in den Händen eines Genies in der Umsetzung nicht nur als stimmig, sondern auch als unglaublich fesselnd sowie unterhaltsam herausstellte, Schnell entpuppte sich Jurassic Park als wahre Revolution des modernen Kinos und ist obendrein bis heute so gut wie gar nicht gealtert. Aus gutem Grund wirken Steven Spielbergs Dinosaurier noch gigantischer und realistischer. als diejenigen heutiger Filmproduktionen. Der erste Angriff des T-Rex beispielsweise ist einer der magischsten Momente der Blockbustergeschichte. Dazu kommt die symbolträchtige Musik von John Williams und der durch und durch charismatische Cast bestehend aus Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum. Bei Jurassic Park stimmte ganz einfach das Gesamtpaket.

Platz 7: Abenteuer in Rio (FR 1964)

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von Philippe de Broca (mit Jean-Paul Belmondo und Françoise Dorléac)

Wer noch immer glaubt, dass Steven Spielberg mit Indiana Jones (Jäger des verlorenen Schatzes) den Abenteuerfilm in seiner modernen Form erschaffen hat, sollte sich Abenteuer in Rio anschauen und sich davon überzeugen lassen, dass die Nouvelle Vague dem amerikanischen Blockbuster-As zuvor gekommen ist. Das soll nicht bedeuten, dass ich persönlich die Indiana Jones-Filme nicht noch lieber mag, doch jeder sollte Philippe de Brocas Abenteuerklassiker gesehen haben, in dem sich Jean-Paul Belmondo auf einen unvergesslich abenteuerlichen Trip nach Brasilien begibt, um die bezaubernde Françoise Dorléac aus den Fängen ihrer Entführer zu befreien. Belmondo absolvierte dabei, so wie es sich heute nur noch Tom Cruise (Mission: Impossible) traut, sämtliche gewagte Stunts selbst. Abenteuer in Rio ist letztes Jahr erstmalig restauriert auf Blu-ray erschienen: Hier könnt ihr euch den Film bestellen.*

Platz 6: Life of Pi (USA 2012)

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von Ang Lee (mit Suraj Sharma und Gérard Depardieu)

Ang Lees Abenteuerfilm Life of Pi fordert mit den besten Special Effects der 2010er Jahre von Anfang an die staunenden Blicke und offenen Münder. Der angeblichen Unverfilmbarkeit der Vorlage begegnet der taiwanesische Regisseur mit Surrealismus und visuellem Erfindungsreichtum. Man darf sich ohnehin darüber freuen, dass es eine solch ungewöhnliche Geschichte überhaupt auf die große Leinwand geschafft hat. Zumal der völlig unbekannte Hauptdarsteller Suraj Sharma hier ein wundervolles Debüt gibt. Bis auf Gerard Dépardieu in einer kleinen Nebenrolle verzichtet der Film völlig auf Stars. Die Geschichte steht im Vordergrund, eine Geschichte über das Erzählen und was Geschichten grundsätzlich mit uns machen, wie sie uns verändern und täuschen können. Beziehungsweise wie wir an ihnen wachsen oder zugrunde gehen. [Komplette Kritik]

Platz 5: Fitzcarraldo (DE 1982)

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von Werner Herzog (mit Klaus Kinski und Claudia Cardinale)

Fitzcarraldo könnte authentischer nicht sein, denn hier wirkt nichts gespielt oder inszeniert. Die Umgebung, Blicke und Gefühle dieser filmischen Odyssee sind echt und die daraus entstehende Atmosphäre zieht jeden Zuschauer in ihren brennenden Sog. Es ist der beste Film von Schauspieler Klaus Kinski und von Regisseur Werner Herzog. Vielleicht ist es sogar der beste deutsche Film aller Zeiten. In jedem Fall zählt Fitzcarraldo aber zu den Filmen, die man im Leben mindestens einmal gesehen haben muss. Einfach nur deshalb, um Zeuge dessen zu werden, wie monumental ein Film sein kann, denn derartiges Kino wird man in der Epoche der Greenscreen-Filmproduktionen vermutlich nie wieder zu sehen bekommen. [Komplette Kritik]

Platz 4: Das Dschungelbuch (USA 1967)

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von Wolfgang Reithermann (mit Phil Harris und Sebastian Cabot)

Mein Lieblingsfilm von Disney. Sobald Balu der Bär in seine Hände klatscht und mit seinem „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ loslegt, um Mogli seine Lebensweise nahezubringen, weiß jeder, um was es geht. Nicht umsonst ist Das Dschungelbuch hierzulande nach wie vor der erfolgreichste Disney-Streifen und einer der erfolgreichsten Kinofilme überhaupt. Die unvergleichlichen Evergreens (im Deutschen fantastisch übersetzt von Heinrich Riethmüller) laden Generation um Generation zum Mitsingen und Tanzen ein. Ein Klassiker der Trickfilm- und Musicalgeschichte! Der erste Abenteuerfilm, welcher sich auf immer einen Platz in meinem Herzen gesichert hat. Das Dschungelbuch könnt ihr entweder kostenfrei im Abo von Disney+ oder bei Amazon Prime* streamen.

Platz 3: Lawrence von Arabien (GB 1962)

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von David Lean (mit Peter O’Toole und Omar Sharif)

Über dieses abenteuerliche Mammutprojekt muss ich eigentlich nicht mehr viel sagen. Jeder kennt es, das größte Epos der älteren Filmgeschichte, den verdienten Gewinner von sieben Oscars. Davis Leans Opus Magnum bietet atemberaubend weitläufige Landschaftspanoramen, welche die drakonische Mächtigkeit unseres Planeten erahnen lassen. Lawrence von Arabien beeinflusste das Kino in Sachen Großproduktion  wie kein anderer Film vor ihm. In dreieinhalb Stunden nehmen wir am Leben eines außergewöhnlichen Mannes teil, der zwar nicht immer der Heilige war, zu dem ihn einst die Medien erhoben haben, aber im Grunde doch ein gutherziger Mensch, welcher schlussendlich an der bitteren Realität zerbrach. Erneut obsiegen die Alten und fressen sich an den hart erkämpften Lorbeeren der Jugend satt, bringen allerdings Ordnung und Struktur in das verwüstete Land neu gewonnener Freiheit. War der Preis womöglich zu hoch? Offene Fragen. Am Ende des Films breitet sich im Körper jedoch das wohlige Gefühl aus, einen einzigartigen Menschen kennengelernt und ein Stück weit begleitet haben zu dürfen – all das in der Form des vielleicht majestästischsten Meisterwerks, welches die Kinogeschichte hervorgebracht hat. [Komplette Kritik]

Platz 2: Der Herr der Ringe Trilogie (USA/NZ 2001)

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von Peter Jackson (mit Viggo Mortensen und Cate Blanchett)

„My dear Frodo. Hobbits really are amazing creatures. You can learn all there is to know about their ways in a month, and yet after a hundred years they can still surprise you.“ Es scheint, als hätte sich Peter Jackson dieses Zitat sehr sehr langsam auf der Zunge zergehen lassen, denn insbesondere mit Die Gefährten schuf er meiner Meinung nach nicht nur einen absolut herausragenden Abenteuerfilm, sondern ein Monument, die beste Romanverfilmung aller Zeiten und bis heute einen meiner absoluten Lieblingsfilme.

Platz 1: Indiana Jones Trilogie (USA 1981 – 1989)

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von Steven Spielberg (mit Harrison Ford und Sean Connery)

Steven Spielberg, Sean Connery und Harrison Ford auf der Suche nach dem heiligen Gral. Diese Konstellation garantiert einen Haufen magischer Momente und selten gesehenen Ideenreichtum. Lachorgien sind damit vorprogrammiert. Nie war Popcorn- und Abenteuerkino kurzweiliger. Unbedingt anschauen – denn ansonsten verpasst ihr einen zeitlosen Feel-Good-Movie, den man sich problemlos immer und immer wieder geben kann. Mein Lieblingsteils des Indiana Jones-Franchises, Jäger des verlorenen Schatzes und Der Tempel des Todes sind aber selbstverständlich ebenfalls beides Perlen des Abenteueractionfilms, die vermutlich für immer unerreicht bleiben werden. [Komplette Kritik]

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