Schlagwort: Conrad Mildner

Filmfest Hamburg 2014 – Recap mit u.a. Incompresa, Fräulein Julie & Mommy
Festivals, Specials

Filmfest Hamburg 2014 – Recap mit u.a. Incompresa, Fräulein Julie & Mommy

Mit etwas Verspätung habe ich es nun auch auf das Filmfest Hamburg geschafft. Knapp drei Tage sind bereits vergangen und ich habe schon zahlreiche Filme gesehen, die das ganze Spektrum von schlecht bis recht bedienen. Nach einer anstrengenden und viel zu schlafarmen Reise nach Hamburg blieb nur die Kraft für einen Film am Abend. Asia Argentos autobiografisch inspirierter "Incompresa" erzählt die Geschichte der jungen Aria, die im Rom der 80er Jahre zwischen die Fronten des Ehekriegs ihrer Eltern gerät. Zuflucht findet das neunjährige Mädchen im Schreiben und der Nähe zu ihrer schwarzen Katze Dac, mit der sie oft fluchtartig durch das nächtliche Rom streift und sich mit anderen Außenseiter_innen anfreundet. Am Ende von Francois Truffauts bahnbrechendem Debüt "Sie küssten und sie schlugen ...
Kritiken

Filmkritiken zu „A Long Way Down“, „Man of Tai Chi” und „Auge um Auge”

„A Long Way Down” (GB 2014) von Pascal Chaumeil, u.a. mit Pierce Brosnan, Imogen Poots und Aaron Paul Es ist Silvester und der durch eine Affäre mit einer Minderjährigen in Ungnade gefallene TV-Moderator Martin Sharp (Pierce Brosnan) hat vor sich um zubringen. Nur leider hat er sich dafür das beliebteste Hochhaus ausgesucht und wird von drei weiteren Todeswilligen gestört. Da wären Maureen (Toni Collette), die hauptsächlich mit der Pflege ihres schwerbehinderten Sohnes beschäftigt ist, die aufgedrehte Jess (Imogen Poots), die das Verschwinden ihrer Schwester nicht verkraftet und schließlich J.J. (Aaron Paul), der an Krebs leidet. Das Setup steht dementsprechend für einen niederschmetternden Feelbad-Film, doch die Vorlage zu „A Long Way Down“ stammt von keinem geringeren als Bestseller-Au...
Kritiken

Berlinale 2014 – Recap Nr. 1: „Snowpiercer“, „2030“, „Two Men in Town“, "Kumiko, the Treasure Hunter“ und “Zeit der Kannibalen”

Autoren: Philippe Paturel, Conrad Mildner „Snowpiercer“ von Joon-ho Bong, u.a. mit Tilda Swinton und Chris Evans Kaum zu glauben, doch nach Park Chan-wook („Stoker“) und Kim Jee-woon („The Last Stand“) überzeugt nun ein weiteres asiatisches Regiewunderkind mit seinem englischsprachigen Debütfilm. Bong Joon-ho, der in der Filmwelt bereits mit seinen gefeierten Dramen „Memories of Murder“ und „Mother“ für Aufsehen sorgte, bringt nun mit „Snowpiercer“ einen der ungewöhnlichsten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre in die Kinos, der mit seiner intelligenten Symbiose aus Anspruch und Unterhaltung dem Sci-Fi-Genre eine Frischzellenkur verpasst und den Zuschauer in eine neue Eiszeit im Jahr 2031 schickt, in der die letzten Überlebenden einer globalen Katastrophe Zuflucht in einem Zug gefun...
Podcasts

Podcast: House of Cast – Chapter 3: Der Wasserturm

Autor: Conrad Mildner Im neuen Jahr geht es gleich weiter. Nur noch wenige Wochen liegen zwischen uns und der Veröffentlichung der 2. Staffel von House of Cards. Erstmal gibt es unsere ausführliche Analyse der 3. Folge auf die Ohren. Sonja und Conrad sprechen über den allgegenwärtigen Tod in "Chapter 3", über symbolische Bilder und anrüchige Skulpturen sowie die These, warum Politiker vielleicht doch die einzigen Götter sind. Have Fun! PODCAST HÖREN Bei iTunes oder als Feed abonnieren!
Kritiken

„Drecksau” und „Finsterworld“ – Unsere Kritiken zu den Kinostarts der Woche

Autoren: Conrad Mildner, Philippe Paturel "Drecksau" von Jon S. Baird, u.a. mit James McAvoy James McAvoy als korrupter, schottischer Cop Bruce Robertson, der vor nichts zurückschreckt, um befördert zu werden. Anfangs ist „Drecksau“ eine wirklich mehr als gelungene schwarzhumorige Krimikomödie, die ungemein viel Spaß macht. Die Pointen sitzen, kommen teilweise knüppelhart und selten hat man in den letzten Jahren einen dermaßen asozialen und unsympathischen Charakter wie Bruce (kongenial von McAvoy gespielt) erlebt, den man trotzdem nur abfeiern kann. Doch leider ist „Drecksau“ am Ende einer dieser Filme, die das Tempo aufgrund der limitierten Möglichkeiten der simplen Story nicht halten können und meinen, sie müssten in der Mitte des Films einen neuen Pfad einschlagen. Weg von der Krim...
Kritiken

"Pacific Rim" (USA 2013) Kritik – Magie, Monster und Moneten

Autor: Conrad Mildner „Today we are cancelling the apocalypse!“ Was haben mein achtjähriges Ich beim „Jenga“-Spielen und das „Intergalactic“-Musikvideo der Beastie Boys gemeinsam? Richtig, den natürlich menschlichen Fetisch für Zerstörung; kein Geheimrezept, aber eine Triebfeder, die im aktuellen Blockbusterkino unverzichtbar geworden ist und seit „Jurassic Park“ stetig absurder werdende Früchte getragen hat. Auch in Guillermo del Toros offenkundig auf Krawall gebürsteten „Pacific Rim“ kann die Zerstörung gar nicht groß genug sein. Im Zentrum des Films steht nicht nur der übliche Fetisch, sondern auch das schwarze Loch seines Konsums. Höher, weiter, schneller und vor allem größer muss es werden und alles davor dagewesene in den Schatten stellen. Anders geht es nicht. Das Prinzip der Über...
Kritiken

"Shootout – Keine Gnade" (USA 2012) Kritik – Sylvester Stallones neuester Rachefeldzug

Autor: Conrad Mildner Die Rückkehr der Action-Stars aus einer längst vergessenen Zeit scheint noch nicht wirklich ihren Höhepunkt erreicht zu haben und dennoch leiden die lang erwarteten Soloprojekte von Arnold Schwarzenegger („The Last Stand“) und Sylvester Stallone („Shootout – Keine Gnade“) unter überschaubaren Zuschauerzahlen. Dabei bringen die Oldschool-Franchises wie „Red“ und „The Expendables“ weiterhin gutes Geld ein. Wahrscheinlich lieben die Fans oder eher das Durchschnittspublikum ihre Action-Ikonen nur im Multipack. Können Stallone und Co. keinen Film mehr alleine tragen? Sobald man „Shootout – Keine Gnade“ gesehen hat, kann man diese Frage mit ruhigen Gewissen verneinen. Stallone kehrt hier eindrucksvoll zurück, sichtlich gealtert, aber mit dem Charme der vergangenen Zeite...
Kritiken

3. Berlinale-Recap: "Promised Land", "Frances Ha", "Dark Blood" & "Habi, La Extranjera"

Autoren: Conrad Mildner, Philippe Paturel Nach dem zweiten Recap folgt also nun der bereits dritte Schlag. „Promised Land“ von Gus van Sant Im Auftrag des Gasunternehmens Global sollen Steve Butler (Matt Damon) und Sue Thomason (Frances McDormand) die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt davon überzeugen, dass es für die Zukunft der Stadt wichtig ist, dass sie ihre Ländereien an Global verkaufen. Ihre Mission scheint anfangs auch ohne ernstzunehmenden Widerstand zu verlaufen. Zumindest, bis sich ein Umweltaktivist in das Geschehen einmischt und die Pläne von Steve und Sue gewaltig durcheinander bringt. "Promised Land" ist ein äußerst bewegendes, aber zuweilen oberflächlich erzähltes Umweltdrama. Hauptsächlich überzeugt der Film durch seine blendend aufgelegten Darsteller, allen v...
Listen, Specials

Die 10 besten "Title Sequences" aller Zeiten – Conrad-Mildner stellt seine Lieblinge vor

Die Gretchenfrage: Wenn sie im Kino sitzen, was wollen sie? Sich Werbung ansehen? Eher nicht, was dann? Sich ein paar Trailer vor dem Hauptfilm zu Gemüte führen? Auch nicht? Was wollen sie denn? Das der Film sofort losgeht? Gut, wie sie wünschen. Irgendwann im Laufe der Filmgeschichte gab es einen Wandel vom Vorspann zum Abspann. Es gab bis in die 60er hinein gar keine richtigen Abspänne. Alle Beteiligten wurden bereits im Vorspann genannt. Zum Schluss signalisierte ein simples „The End“ das Ende des Films. Bis in die 50er waren Vorspänne auch recht einfach gestaltet. Sie bestanden aus Texttafeln. Irgendwann, mit der Verbreitung des Fernsehens, kamen kluge Leute auf die Idee den Vorspann als Filminhalt und gestalterischen Raum zu begreifen. Auf den Kinokopien von Otto Premingers „Der Ma...
Kritiken

"The Dark Knight Rises" (USA 2012) Kritik – Das Ende einer Ära

Heute haben wir ein ganz besonderes Schmankerl für euch, denn zum Start von "The Dark Knight Rises" haben wir uns was Schönes einfallen lassen. Diesmal haben wir nämlich nicht nur eine, sondern gleich drei Kritiken für euch. Den Anfang macht unser bekennender Comic-Liebhaber und Batman-Experte Jervis-Tetch. "Gotham, take control... take control of your city. Behold, the instrument of your liberation! Identify yourself to the world!" Kaum ein Film wurde jemals so sehnsüchtig erwartet wie der Abschluss von Christopher Nolans spektakulärer Batman-Trilogie. Seit dem überwältigenden Erfolg von „The Dark Knight“ verging kaum ein Tag, an dem sich nicht einschlägige Internet-Portale in Spekulationen über Handlung, Besetzung und Antagonisten in „The Dark Knight Rises“ suhlten. Umso größer dann...