Die schönsten Filmschauplätze: Venedig

Filme_Venedig
© CinemaForever

Vergangenes Jahr hatte ich die Ehre erstmalig die Biennale di Venezia, eines der prestigeträchtigsten Filmfestivals der Welt, zu besuchen und dort an Weltpremieren von damals heißerwarteten Filmen wie Joker oder Marriage Story teilzuhaben. Es war ein einmaliges Erlebnis die schönste aller Kanalstädte während des Festivalhypes zu erleben. Jedoch zählte Venedig schon lange vorher zu meinen Lieblingsstädten, auch deshalb, weil die Perle an der Adria immer wieder in diversen Filmen unvergesslich in Szene gesetzt wurde. Venedig ist einfach ein wunderschönes, vorgefertigtes Set für kreative Filmemacher. Es gibt viele Filme, die in Venedig und auf den umliegenden Inseln spielen. Da ich dieses Jahr aufgrund der gegebenen Situation nicht die Möglichkeit hatte erneut das Filmfest zu besuchen, möchte ich euch also alternativ meine liebsten Venedig-Filme vorstellen. In welchem Film wurde die Stadt eurer Meinung nach am besten in Szene gesetzt?

Lobende Erwähnungen: The Italian Job – Jagd auf Millionen (US 2003, F. Gary Gray), Alle sagen: I Love You (US 1996, Woody Allen) und Fellinis Casanova (IT/US 1976, Federico Fellini)

Platz 5: Der Traum meines Lebens (US/GB 1955) von David Lean

Summertime_Venice

Summertime (so der Originaltitel) zählt zwar nicht zu Davids Leans größten filmischen Errungenschaften (Lawrence von Arabien, Doktor Schiwago* und Die Brücke am Kwai*), dennoch handelt es sich um eine bis heute sehr sehenswerte Venedig-Romanze, die man sich immer wieder anschauen kann. Hinter der Linse von Regisseur David Lean spielt die viermalige Oscar-Gewinnerin Katharine Hepburn (African Queen) eine einsame Urlauberin, die sich in einen charmanten venezianischen Antiquitätenhändler verliebt.

Platz 4: Tod in Venedig (IT 1971) von Luchino Visconti

tod_in_venedig_1971_luchino_visconti

Tod in Venedig ist einer der großen filmischen Meilensteine des italienischen Meisterregisseurs Luchino Visconti, auch wenn die Verfilmung nicht ganz an Rocco und seine Brüder* oder Der Leopard* heranreicht. Die Verfilmung von Thomas Manns gleichnamiger Novelle wird bis heute insbesondere für die getreue Wiedergabe des Venedig des frühen 20. Jahrhunderts gelobt. Erzählt wird hierbei die Geschichte des Musikers Gustav Von Aschenbach, der sich in einer spirituellen Krise befindet und Zuflucht vor seinen Qualen in Venedig sucht. Das Ergebnis ist eine bis heute durch und durch sehenswerte filmische Odyssee. [Trailer]

Platz 3: James Bond 007 – Casino Royale (GB 2006) von Martin Campbell

James_Bond_Casino_Royale_Venice

Lange vor Daniel Craig raste bereits Roger Moore als Doppel-0-Agent James Bond in Moonraker* (1979) durch die Lagune von Venedig. Dennoch ist und bleibt Casino Royale der bis heute weit bessere James Bond Film, nicht nur in Sachen Inzenierung. Was Regisseur Martin Campbell allein aus dem Schauplatz Venedig zaubert, zählt mit zum Besten, was das Actionkino zu bieten hat. Aber auch die ruhigeren Momente, in denen die Kamera die Atmosphäre des mondänen Venedigs aufsagt, sind besonders schön anzuschauen. [Trailer]

Platz 2: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (USA 1989) von Steven Spielberg

Indiana_Jones_Venice_Venedig

Steven Spielberg, Sean Connery und Harrison Ford auf der Suche nach dem heiligen Gral. Diese Konstellation garantiert einen Haufen magischer Momente und selten gesehenen Ideenreichtum. Zu den absoluten Highlights des Abenteuer- und Actionkinos gehört hierbei bis heute wie Steven Spielberg Venedig in Szene gesetzt hat. Von den mit Ratten überfüllten Katakomben bis zur sagenumwobenen Bootsverfolgungsjagd, in Sachen Unterhaltung gehört der dritte Teil der Jones-Abenteuer zum Nonplusultra Hollywoods. [Komplette Kritik]

Platz 1: Wenn die Gondeln Trauer tragen (GB/IT 1973) von Nicolas Roeg

Dont_Look_Now_Venice

Der ultimative Venedig-Trip: „Sehen heißt Glauben!“ spricht John Baxter zu sich, doch was ist, wenn man mehr sieht, als man glauben könnte? Don’t Look Now zeigt uns wie kein zweiter Film, wie abhängig wir von unseren Vorstellungen und Vorurteilen sind. Keiner von uns geht mit offenen Augen durch die Welt. Wir glauben nur das, was wir glauben wollen. Nicolas Roegs Film, getarnt als psychologischer Horror-Thriller, ist somit viel eher eine philosophische Aufarbeitung der Erkenntnistheorie und ebenso eine Abrechnung mit dem kritischen Rationalismus. Die Moderne, mit all ihrer Wissenschaft, die Aufklärung, mit seiner angeblichen Unmündigkeit, sie alle werden hier zur Schlachtbank geführt und zerschmettert mit dem vollen Einsatz von Kamera, Schnitt und Musik. All das in einem nie wieder so toll fotografierten Venedig. [Komplette Kritik]

Falls ihr noch nicht genug von Bestenlisten habt, hier geht es zu:

unserer Top 20 der besten Sommerfilme

– unserer Top 25 der besten Horrorfilme

– unserer Top 25 der besten Western

– unserer Top 20 der besten Musicals

– unseren französischen Lieblingsfilmen von 2000 – 2019

– unserer Top 50 der besten franz. Filme von 1895 – 1999

*Amazon Affiliate Links / Anzeige: Wenn Du über einen dieser Verweislinks etwas bestellst, bekommt CinemaForever auf Deinen Einkauf eine kleine Provision. Dies ändert nichts an Deinem Kaufpreis.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.